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  Der König im Norden
 

von Adelbert von Chamisso (1781-1838)

Es war ein König im Norden,
gar stolz, gewaltig und reich;
ihm gleich ist keiner geworden,
und nie wird einer ihm gleich.

Und als es galt zu sterben,
er saß am öden Meer;
es schlichen herbei seine Erben,
der Wolf, die Eule, der Bär.

Da sprach er zum zottigen Bären:
"Dir lass ich Forst und Wald;
kein Jagdherr wird dich stören
im luftigen Aufenthalt."

Und weiter sprach er zur Eule:
"Ich lasse sonder Zahl
dir Burgen und Städte, verteile
sie deinen Töchtern zumal!"

Und sprach zum Wolfe desgleichen:
"Dir lass ich ein stilles Feld,
mit Leichen und aber Leichen,
so weit ich geherrscht, bestellt."

Und wie er solches gesprochen,
so streckt' er sich aus zur Ruh;
ein Sturm ist angebrochen,
der deckte mit Schloßen ihn zu.




 
   
     
   
     
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