Bremisches

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  Die Jungfrau mit dem Schweinskopf
  Im September des Jahre 1641 riefen ein Paar Landstreicher, Hans und Sigismund Löffler, Vater und Sohn, von Freiberg in Meißen gebürtig, in allen Straßen aus, daß sich zu Amsterdam eine Jungfrau befinde, die nach Anzeige des gedruckten Bildes, welches sie dabei verkauften, einen Ferkeloder Schweinskopf mit auf die Welt gebracht habe. Daneben vermeldeten sie, daß solches Monstrum bei 20 Jahr alt und zwei Tonnen Goldes reich sein, die derjenige, welcher sich daran geben wolle, sie zu heirathen, mit bekommen könne. Solcher Unfug geschah wider Willen des Präsidenten und des Camerarius, weswegen ihnen zu wohlverdienter Strafe die Briefe, welche sie zu ihrer Beglaubigung vorwiesen nebst den gedruckten Figuren, zuförderst am Markt und beim Pranger an die Brust gehenkt und darauf verbrannt wurden. Imgleichen wurde ihnen von Meister Hans, dem Scharfrichter, ein Staubbesen vorgezeigt, auch unterdeutet, daß sie sich eilends von hinnen machen und anderswo Herberge suchen sollten. Quelle: Friedrich Wagenfeld, Bremen's Volkssagen, Bremen 1845, Erster Band, Nr. 33


 
   
     
   
     
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