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  Gottfried Menken (1768-1831)
  Gottfried Menken (* 29. Mai 1768 in Bremen; † 1. Juni 1831 in Bremen) war ein evangelischer Pfarrer und gilt als bedeutendster Vertreter der Erweckungstheologie in Nordwestdeutschland. Vita Gottfried Menken wurde als Sohn des Kaufmannes Gottje Menken und seiner Ehefrau, einer Pfarrerstochter und Enkelin von Friedrich Adolf Lampe. Seine Familie galt als bürgerlich und kunstsinnig und verkehrte mit den seinerzeit in Bremen führenden Familien, in diesen war der Pietismus und die damit verbundene Bibelarbeit in Konventikeln weit verbreitet. Gottfried Menken begann an der Universität Jena 1788 mit dem Studium der Theologie. An der Universität setzte er sich mit dem Rationalismus auseinander und begann in diesem Zusammenhang sich mit Jakob Böhme zu beschäftigen. Während der Studienzeit verfestigte sich die Auffassung, dass Gott durch Jesus Christus persönlich im Leben des Einzelnen wirke. 1790 wechselte Menken auf die Universität Duisburg, wo er mit Friedrich Arnold Hasenkamp Kontakt pflegte und wesentlich von der Verbindung von Naturphilosophie und pietistischen Biblizismus, wie sie dort von Samuel Collenbusch gelehrt wurde, geprägt wurde. 1791 legte Menken sein Examen ab, verließ Duisburg aber erst 1793. In dieser Zeit predigte er bei Abstechern etwa in Wuppertal und anderen niederrheinischen Orten. Schließlich wurde er Hilfsprediger in Uedem bei Kleve. 1794 bis 1796 war er als Pfarrer in der reformierten Gemeinde von Frankfurt am Main, 1796 bis 1802 Pfarrer der reformierten Gemeinde in Wetzlar. Oktober 1802 kehrte er als zweiter Prediger der Gemeinde St. Pauli in der Bremer Neustadt in seine Heimatstadt zurück. Am 12. Mai 1806 heiratete er, trennte sich aber bald wieder von seiner Frau. August 1811 wurde er Pastor Primarius in St. Martini. Ab 1823 erfolgte aus gesundheitlichen Gründen die Unterstützung durch einen Vikar, 1825 musste er sein Amt auf- und an seinen Mitarbeiter und Nachfolger Georg Gottfried Treviranus übergeben. Er wurde durch die theologische Fakultät der Universität Dorpat mit der Ehrendoktorwürde geehrt. Menken war als Prediger und Schriftsteller von Bedeutung. Er galt zusammen mit Friedrich Ludwig Mallet und seinem Nachfolger Treviranus als „Dreigestirn der großen Eiferer für den Glauben"“ Eine Straße in der Bremer Neustadt, von Gastfeldstraße bis Thedinghauser Straße wurde nach ihm Gottfried-Menken-Straße benannt. Veröffentlichungen Beitrag zur Dämonologie oder Widerlegung der exegetischen Aufsätze des Herrn Professors Grimm von einem Geistlichen, 1793 Über Glück und Sieg der Gottlosen. Eine politische Flugschrift aus dem Jahre 1795 Christliche Homilien, 1797 Neue Sammlung christlicher Homilien, 1800 Christliche Homilien über die Geschichte des Propheten Elias, 1804 Versuch einer Anleitung zum eigenen Unterricht in den Wahrheiten der Heiligen Schrift, 1805, (2. Auflage 1824, Dritte Auflage 1832) Betrachtungen über das Evangelium Matthäi I und II (bis Kap. 14 umfassend), 1808, 1821 Der Messias ist gekommen (nach 1. Joh. 5,6 ff.), 1809 Die eherne Schlange nach Num. 21, 4 ff., 1812 Das Glaubensbekenntnis der christlichen Kirche, 1816, 1828 Erklärung der elf Kapitel des Briefes an die Hebräer, 1821 Predigten, 1825 Blicke in das Leben des Apostel Paulus und der ersten Christengemeinden (nach Apg. 15-20), 1828 Alt und Neu - Aufsätze, 1828 Homilien über das neunte und zehnte Kapitel des Briefes an die Hebräer - nebst Anhang ethischer Homilien über Stellen des zwölften Kapitels, 1831 Menkens Schriften in vollständiger Ausgabe, 7 Bde, 1858, Registerband 1865 Briefe des Dr. Gottfried Menken an H.N. Achelis, 1868 Festpredigten aus dem schriftlichen Nachlasse, 1868 Biblische Betrachtungen, 1879


 
   
     
   
     
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