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  Bremer Hauptbahnhof


  Bremen Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof sowohl der Stadt Bremen wie auch des Landes Bremen. Der Hauptbahnhof gehört der höchsten Bahnhofskategorie 1 an. Er befindet sich nordöstlich der Innenstadt und dient als Knotenpunkt sowohl für den Regional- als auch für den nationalen und internationalen Fernverkehr. So halten hier InterCityExpress-, InterCity-, EuroCity- und Nachtzüge. Der Hauptbahnhof Bremen ist das Zentrum für den Bahnverkehr im äußersten Nordwesten Deutschlands. Rund 100.000 Reisende und Besucher nutzen täglich den Bremer Hauptbahnhof. Auf neun Gleisen verkehren am Tag 100 Züge des Fernverkehrs und 410 Nahverkehrszüge. Vom Bahnhofsvorplatz besteht Anschluss an das Netz der Bremer Straßenbahn. In der Nähe des Haupteingangs, oberhalb des Reisezentrums, gibt es im ersten Stockwerk eine DB Lounge für Vielfahrer und Reisende der 1. Klasse. Der Bahnhof gehört zu den 20 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie der DB Station&Service. Geschichte Staatsbahnhof / Hannoverscher Bahnhof Der erste Bahnhof Bremens wurde bereits 1847 mit Eröffnung der Bahnstrecke Bremen-Hannover durch die Hannöversche Staatseisenbahn direkt westlich des heutigen Hauptbahnhofes erbaut. Der Bau mit einem klassizistischen Mittelteil und zwei Seitentürmen basierte auf Plänen von Alexander Schröder. Von hier ausgehend wurden in den folgenden Jahren die Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven, die Bahnstrecke Bremen–Oldenburg und die Bremer Staatsbahn nach Uelzen eröffnet. 1885 wurde der Hannoversche Bahnhof abgerissen. Hamburger Bahnhof Als die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME) im Mai 1873 beim Bau der Hamburg–Venloer Bahn Bremen erreicht hatte, war der alte Staatsbahnhof bereits reichlich ausgelastet und wurde nur provisorisch mitbenutzt. Am 16. August 1873 eröffnete die CME dann unmittelbar nördlich an der Stelle der heutigen Stadthalle ihren „Hamburger Bahnhof“, auch „Venloer Bahnhof“ oder „Parkbahnhof“ genannt, da er direkt an den Bürgerpark grenzte. Zum Zeitpunkt des Baus der Hamburg-Venloer Bahn war die Hansestadt Bremen (ebenso wie Hamburg) noch nicht Mitglied im Deutschen Zollverein, diesem trat sie erst 1888 bei. Um Waren aus dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet ohne Verlassen des deutschen Zollgebietes bis nach Harburg befördern zu können, wurde daher eine vertragsgemäß nur dem Güterverkehr dienende Strecke geradlinig östlich an Bremen vorbei gegeführt, während westlich des Hamburger Bahnhofs die Strecke in einen Bogen von annähernd 180° um den Bürgerpark herum weitergebaut wurde, von wo aus sie noch heute geradewegs nach Ottersberg führt. Hauptbahnhof / Centralbahnhof In den 1870er Jahren war geplant, einen Hauptbahnhof als Keilbahnhof im Bereich der heutigen Straße „Am Barkhof“ zu errichten, wo die Hamburg-Venloer Bahn von der Hannöverschen Staatseisenbahn abzweigte. Die Umsetzung dieser Pläne verzögerte sich aber durch eine Wirtschaftskrise. Nach 1880 entschloss man sich dann, den gemeinsamen Hauptbahnhof gleich östlich des bisherigen Hannoverschen Bahnhofs zu errichten. Während der Bauarbeiten 1885 bis 1889 wurde der gesamte Bahnverkehr vom Hamburger Bahnhof abgewickelt. Geplant wurde der neue Hauptbahnhof von Hubert Stier, die Bildhauerarbeiten der Fassade stammen von Diedrich Samuel Kropp und Carl Dopmeyer. Mit dem neuen Bahnhof wurde auch ein neuer Bogen zur Bahnstrecke nach Hamburg angelegt. Der Hamburger Bahnhof wurde danach abgebrochen, Teile des Bahnhofsgeländes und die alte Trasse wurden von 1900 bis 1954 von der Kleinbahn Bremen-Tarmstedt benutzt. 1907 wurde der Gleisbereich des Hauptbahnhofs erweitert. Gleise und Bahnhofshalle Der Bremer Hauptbahnhof ist als Durchgangsbahnhof in Nordwest-Südost-Richtung angelegt und besitzt neun Bahnsteiggleise, von denen sich sieben innerhalb der Bahnhofshalle befinden. Außerdem führen zwei Durchfahrtsgleise für den Güterverkehr durch die Halle. Südöstlich schließt an den Bahnhof ein sechsgleisiger Gleiskörper mit den Strecken nach Osnabrück und nach Hannover an, die sich in Bremen-Hastedt etwa 5 km östlich des Hauptbahnhofs endgültig trennen. Die Osnabrücker Strecke zweigt dabei zunächst nach Nordosten ab, bevor sie die hannoversche Strecke nach Süden überquert. Zwischen beiden liegt die so genannte „Hastedter Linse“. Die „Amerikalinie“ nach Uelzen zweigt erst kurz vor Verden in Langwedel von der Strecke nach Hannover ab. Mit dem Bau und späteren Erweiterung des Hauptbahnhofs wurde die Gleisverteilung im Bereich der Hastedter Linse allerdings bezüglich des Güterverkehrs geändert. Im Nordwesten des Hauptbahnhofs biegt die Oldenburger Bahn zur untersten Weserbrücke vor dem Nordwestende der hinteren drei Bahnsteige ab, so dass diese Strecke nur von den ersten drei Bahnsteiggleisen und den Durchfahrtsgleisen aus zu erreichen ist. Personenzüge, die nordwestlich in Richtung Oldenburg weiterfahren sollen oder aus Richtung Oldenburg kommen, fahren darum südöstlich des Bahnhofs auf den Gütergleisen, von denen dann die südlichen drei Bahnsteiggleise abzweigen. Das Gütergleis für Züge aus Richtung Hannover zweigt vor der Überführung der Osnabrücker Strecke rechts ab, verläuft im Bereich der Hastedter Linse nördlich neben der Osnabrücker Strecke und nimmt in einer Überleitung auch den Güterverkehr von dieser auf. Dann unterquert es alle vier Personengleise und erreicht südlich neben ihnen die Bahnhofshalle. Das südlichste vom Bahnhof nach Südosten führende Fahrgleis ist das Gütergleis in Richtung Osnabrück. Es gibt zwischendurch mittels einer Überleitung den Güterverkehr (samt aus Oldenburg kommendem Personenverkehr) auf die hannoversche Strecke ab und biegt dann neben der Überführung der Osnabrücker Strecke ab, um in diese einzumünden. Für die Bahnstrecke nach Hamburg wurde beim Bau des Hauptbahnhofs eine neue Rechtskurve angelegt, etwa einen Kilometer westlich der früheren an den alten Hamburger Bahnhof anschließenden. Die Abzweigungen nach Hamburg und Oldenburg sind durch Gütergleise zu Gleisdreiecken ergänzt. Geradeaus führt die Geestebahn nach Bremerhaven, von der in Bremen-Burg die Regionalbahnstrecke nach Vegesack abzweigt. An diese wiederum schließt die Farge-Vegesacker Eisenbahn an, seit Ende 2007 wieder mit Personenverkehr. Der Bahnhof ist seit 1964 elektrifiziert. Der westlich angrenzende Güterbahnhof wurde geschlossen. Am 12. Juni 2005 wurde auch der zwei Kilometer westlich hinter dem Personenbahnhof Walle beginnende und sich bis zum Bahnhof Oslebshausen erstreckende Rangierbahnhof stillgelegt. Direkt östlich an den Personenbahnhof anschließend hat das Postgebäude ein Ladegleis mit Rampe. Diese Anlage und das Postgebäude mit dem Briefzentrum waren gerade vollständig erneuert, als die Post aus dem Bahntransport ausstieg und die Postsortierung an den Stadtrand verlegt wurde, zunächst ins Güterverkehrszentrum im Niedervieland, dann ins Gewerbegebiet Hansalinie. Empfangsgebäude und Tunnel Das Empfangsgebäude befindet sich auf der Südseite der Gleise. Es wurde mehrfach umgebaut, ist aber im Prinzip erhalten geblieben. 1973 wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Bis etwa 2000 führten drei Tunnel nebeneinander zu den Bahnsteigen, in der Mitte der Gepäcktunnel mit Aufzügen, rechts und links davon die Fahrgasttunnel mit je einer Treppe zu jedem Bahnsteig. Nachdem die Gepäckwagen an Reisezügen abgeschafft worden waren und mit ihnen die Gepäckaufgabe im Bahnhof, wurden die drei Tunnel zu dem heutigen großzügigen zusammengelegt. Gleichzeitig wurde der Nordausgang zur Bürgerweide geschaffen und attraktiv gestaltet, samt Fahrradparkhaus. Um 1900 wurde östlich der Bahnhofshalle ein besonderes Empfangsgebäude für den Auswandererverkehr nach Bremerhaven gebaut, das nach 2000 dem Intercityhotel gewichen ist. Von diesem Lloydbahnhof führte der Lloydtunnel zu den Bahnsteigen. Später wurde der Lloydtunnel als Fußgängertunnel der Gustav-Detjen-Allee genutzt und die Treppenaufgänge zugeschüttet. Seit dem Bau des Hotels ist der Tunnel nicht mehr öffentlich zugängig. Westlich des Empfangsgebäudes gibt es seit 2003 eine Fahrradstation. Wandmosaik In der Empfangshalle über dem Eingang zu dem Tunnel ist ein Wandmosaik, dass von der Bremer Zigarettenfabrik Martin Brinkmann AG in den 1920er Jahren angebracht wurde. Es war seit den 1960er Jahren durch eine Werbung der Klöckner Stahlwerke Bremen verdeckt und wurde bei den Renovierungsarbeiten wieder freigelegt. Architektur Über dem Hauptportal sind drei Reliefs zu sehen. Links: Schifffahrt Mitte: Reichsadler Rechts: Eisenbahn Die beiden Türmchen tragen die Wappen der Städte Hamburg, Bremen, Hannover und Köln, die durch die Eisenbahn verbunden werden. Das Dach des Bahnhofes ist mit Kupfer gedeckt, weswegen es bis in die 90er Jahre grün war. Nach einer Grundreinigung 1993 ist es allerdings wieder in einem Grauton. Quelle Text und Foto: Wikipedia


 
   
     
   
     
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