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  Joachim Ringelnatz
Kurz vorgestellt
... Joachim Ringelnatz (1883-1934)
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  Quelle Text und Bild: Wikipedia Joachim Ringelnatz (* 7. August 1883 in Wurzen; † 17. November 1934 in Berlin; eigentlich Hans Gustav Bötticher) war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Ma (...)

1. Kindergebetchen (erstes)
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Lieber Gott, ich liege Im Bett. Ich weiß, ich wiege Seit gestern fünfunddreißig Pfund. Halte Pa und Ma gesund (...)

2. Kindergebetchen (zweites)
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Lieber Gott, recht gute Nacht. Ich hab' noch schnell Pipi gemacht, Damit ich von dir träume. Ich stelle mir den Himmel vor Wie hinterm Brandenburger Tor Die (...)

3. Kindergebetchen (drittes)
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Lieber Gott mit Christussohn, Ach schenk mir doch ein Grammophon. Ich bin ein ungezognes Kind, Weil meine Eltern Säufer sind. Verzeih mir, daß ich gähne. B (...)

Am Barren
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Deutsche Frau, dich ruft der Barrn, Denn dies trauliche Geländer Fördert nicht nur Hirn und Harn, Sondern auch die Muskelbänder, Unterleib und Oberlippe. (...)

An Berliner Kinder
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 25.12.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Was meint ihr wohl, was eure Eltern treiben, Wenn ihr schlafen gehen müßt? Und sie angeblich noch Briefe schreiben. Ich kann's euch sagen: Da wird geküßt, Ger (...)

An die Masse
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ich halte zu euch, aber liebe euch nicht, Weil ihr das niemals versteht. Und ich liebe - ich liebe - ich liebe euch doch, Weil (...)

An meinen Kaktus
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Du alter Stachelkaks, Du bist kein Bohnerwachs, Kein Gewächs, das die Liebe sich pflückt, Sondern du bist nur ein bißchen verrückt. Ich weiß, daß du wenig t (...)

Aus
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Nun geh' ich stumm an dem vorbei, Wo wir einst glücklich waren, Und träume vor mich hin: es sei Alles wie vor zehn Jahren. Und du bist schön, und du bist gu (...)

Aus meiner Kinderzeit
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Vaterglückchen, Mutterschößchen, Kinderstübchen, trautes Heim, Knusperhexlein, Tantchen Röschen, Kuchen schmeckt wie Fliegenleim. Wenn ich in die Stube spei (...)

Bumerang
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) War einmal ein Bumerang; War ein weniges zu lang. Bumerang flog ein Stück, Aber kam nicht mehr zurück. Publikum - noch stundenlang - Wartete auf Bumerang.

Das Gesellenstück
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Mahagoni auf Eiche furniert. Deckel sauber scharniert. Alle Bretter gefedert, gespundet. Die Ecken fein weich gerundet. Die Seitenwände mit tief geschnitzten (...)

Das Lied von der Hochseekuh
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) (Chanty zum Tauziehen) Zwölf Tonnen wiegt die Hochseekuh. Sie lebt am Meeresgrunde. Ohei! - Uha! Sie ist so dumm wie ich und du Und läuft zehn Knoten in de (...)

Der "Gezeichnete"
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ein Bleistift hat mich vergewaltigt, Hat meine Züge vergestaltigt Und hinterlistig auf ein Blatt Papier gebracht. Ich muß gestehn, der Bleistift hat An sich (...)

Der Bücherfreund
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ob ich Biblio- was bin? Phile? "Freund von Büchern" meinen Sie? Na, und ob ich das bin! Ha! und wie! (...)

Der Globus
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) "Wo sitzt", so frug der Globus leise und naseweis die weise, weiße unübersehbar weite Wand, wo sitzt bei uns wohl der Verstand? Die Wand besann sich eine W (...)

Der Seriöse
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 25.12.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Wo ich abends Weißwürste fresse, Da sitzt oft drei Tische weit Vor mir ein Herr Noblesse, Sehr groß, sehr ernst und sehr breit. Sein Haar und Bart, seine K (...)

Der Unfall
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 10.11.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Es sprach das Gehirn erschüttert Zur Nase: "Du blutest stark!" Es sagte der Hut verbittert: "Ich bin total zerknittert Und war auf Seide gefüttert Und koste (...)

Die Ameisen
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) In Hamburg lebten zwei Ameisen, Die wollten nach Australien reisen. Bei Altona auf der Chaussee, Da taten ihnen die Beine weh, Und da verzichteten sie weise (...)

Die Fliege im Flugzeug
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ich war der einzige Passagier Und hatte - nur zum Spaße - Eine lebende Fliege bei mir In einem Einmachglase. (...)

Die Schnupftabaksdose
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Es war eine Schnupftabaksdose, Die Hatte Friedrich der Große Sich selbst geschnitzelt aus Nußbaumholz. Und darauf war sie natürlich stolz. Da kam ein Holzwu (...)

Ein Liebesbrief
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Von allen Seiten drängt ein drohend Grau Uns zu. Die Luft will uns vergehen. Ich aber kann des Himmels Blau, Kann alles Trübe sonnvergoldet sehen. Weil ich di (...)

Ein männlicher Briefmark erlebte
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ein männlicher Briefmark erlebte Was Schönes, bevor er klebte. Er war von einer Prinzessin beleckt. Da war die Liebe in ihm erweckt. Er wollte sie wiederküs (...)

Ein Nagel saß in einem Stück Holz
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ein Nagel saß in einem Stück Holz. Der war auf seine Gattin sehr stolz. Die trug eine goldene Haube Und war eine Messingschraube. Sie war etwas locker u (...)

Ernster Rat an Kinder
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Wo man hobelt, fallen Späne. Leichen schwimmen in der Seine. An dem Unterleib der Kähne Sammelt sich ein zäher Dreck. An die Strähnen von den Mähnen Von de (...)

Es lebe die Mode!
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Für die Mode, nicht dagegen Sei der Mensch! - Denn sie erfreut, Wenn sie sich auch oft verwegen Vor dem größten Kitsch nicht scheut. Ob sie etwas kürzer, lä (...)

Es lohnt sich doch
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Es lohnt sich doch, ein wenig lieb zu sein und alles auf das Einfachste zu schrauben, und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn, daß andere ganz anders als wir (...)

Fand meinen Handschuh wieder
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Als ich den einen verlor, Da warf ich den andern ins Feuer Und kam mir wie ein Verarmter vor. Schweinslederne sind so teuer. (...)

Flugpost-Liebesgabe
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Radieschen schmeckt wie Regenwurm. Radieschen schmeckt auf hoher See, Auf Wache und im Regensturm Wie Wasser und wie Pralinee. (...)

Freiübungen (Grundstellung)
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 02.06.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Wenn eine Frau in uns Begierden weckt Und diese Frau hat schon ihr Herz vergeben, Dann (Arme vorwärts streckt!), Dann ist es ratsam, daß man sich versteckt. D (...)

Fußball (nebst Abart und Ausartung)
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 18.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Der Fußballwahn ist eine Krank- Heit, aber selten, Gott sei Dank! Ich kenne wen, der litt akut An Fußballwahn und Fußballwut. Sowie er einen Gegenstand In Ku (...)

Gold
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Gold macht nicht jeden reich, Gold ist geschmeidig und weich Wie ein Lurch. Schlängelt sich zwischen den Fingern durch. Gold entrollt, von Gott gewollt. Go (...)

Heimatlose
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ich bin fast Gestorben vor Schreck: In dem Haus, wo ich zu Gast war, im Versteck, Bewegte sich, Regte sich Plötzlich hinter einem Brett In einem Kasten nebe (...)

Heimweg
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Babette starb – noch vor erhoffter Zeit. – Bei ihrer Nichte stand ein Sarg bereit. Und diese Nichte fuhr mit ihrem Gatten Nebst Leiche und mit Höchstgeschwindi (...)

Ich habe dich so lieb
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ich habe dich so lieb! Ich würde dir ohne Bedenken Eine Kachel aus meinem Ofen Schenken. Ich habe dir nichts getan. Nun ist mir traurig zumut. An den Häng (...)

Ich habe gebangt um dich
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ich habe gebangt um dich. Ich wäre so gern für dich gegangen. - Du hättest im gleichen Bangen Dann gewartet auf (...)

Im Park
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum Still und verklärt wie im Traum. Das war des Nachts elf Uhr zwei. Und dann kam ich um vier Morgens wieder vorb (...)

In der Neujahrsnacht
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 31.12.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Die Kirchturmglocke schlägt zwölfmal Bumm. Das alte Jahr ist wieder mal um. Die Menschen können sich in den Gassen vor lauter Übermut gar nicht mehr fas (...)

Jenem Stück Bindfaden
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Bindfaden, an den ich denke, Kurz warst du, und lang ist's her. Ohne dich wäre das so schwer Und so hoffnungslos gewesen. Auf der Straße von mir aufgelese (...)

Klimmzug
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 02.06.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Das ist ein Symbol für das Leben. Immer aufwärts, himmelan streben! Feste ziehn! Nicht nachgeben! Stelle dir vor: Do (...)

Kniehang
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 02.06.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ich wollte, ich wär' eine Fledermaus, Eine ganz verluschte, verlauste, Dann hing ich mich früh in ein Warenhaus Und flederte nachts und mauste, Daß es Herrn S (...)

Komm, sage mir, was du für Sorgen hast
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Es zwitschert eine Lerche im Kamin, Wenn du sie hörst. Ein jeder Schutzmann in Berlin Verhaftet dich, wenn du ihn störst. Im Faltenwurfe einer Decke Klagt (...)

Lampe und Spiegel
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) "Sie faule, verbummelte Schlampe!" Sagte der Spiegel zur Lampe. "Sie altes, schmieriges Scherbenstück!" Gab die Lampe dem Spiegel zurück. Der Spiegel in seine (...)

Landregen
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Der Regen rauscht. Der Regen Rauscht schon seit Tagen immerzu. Und Käferchen ertrinken Im Schlammrinn an den Wegen. - Der Wald hat Ruh. Gelabte Blätter bli (...)

Leben wie Karneval
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Jeder summt sein Sümmchen Oder brummt sein Brümmchen Wie ein Bär oder wie ein Bienchen, Wenn er ganz in sich Hindöst. – Aber öffentlich Zieht dann jeder (...)

Liedchen
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 25.12.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Die Zeit vergeht. Das Gras verwelkt. Die Milch entsteht. Die Kuhmagd melkt. Die Milch verdirbt. Die Wahrheit schweigt. Die Kuhmagd stirbt. Ein Geiger ge (...)

Meine alte Schiffsuhr
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) In meinem Zimmer hängt eine runde, Alte, achteckige Segelschiffsuhr. Sie schlägt weder Glasen noch Stunde. Sie schl& (...)

Mißmut
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ein Rauch verweht. Ein Wasser verrinnt. Eine Zeit vergeht. Eine neue beginnt. Warum? Wozu? Denk' ich dein Fleisch hinweg, so bist Du ein dünntrauriges Knoch (...)

Nach dem Gewitter
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Der Blitz hat mich getroffen. Mein stählerner, linker Manschettenknopf Ist weggeschmolzen, und in meinem Kopf Summt es, a (...)

Ohrwurm und Taube
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Der Ohrwurm mochte die Taube nicht leiden. Sie haßte den Ohrwurm ebenso. Da trafen sich eines Tages die beiden in einer (...)

Passantin
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) So schöner Wuchs! So schöne Haut! So schöne Hände, schöne Haare. Ganz Frauenanmut. - Und für wen gebaut? Und für wie viele Jahre? Aus Worten, Augen streiche (...)

Pinguine
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 10.11.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Auch die Pinguine ratschen, tratschen, Klatschen, patschen, watscheln, latschen, Tuscheln, kuscheln, tauchen, fauchen Herdenweise, grüppchenweise Mit Gevatte (...)

Privat-Telegramm
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Unsere Kasse darf leer sein. Doch dein Herz darf nicht schwer sein. Jedes entschlüpfte harte Wort Von mir, - streichle du sofort! Und rate mir in gleichem S (...)

Psst!
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Träume deine Träume in Ruh. Wenn du niemandem mehr traust, Schließe die Türen zu, Auch deine Fenster, Damit du nichts mehr schaust. Sei still in deiner S (...)

Rachegelüst
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Wenn die Menschen dumpf sich nicht getraun, Wenn sie feig und heuchlerisch sich fügen Und ihr Glück auf ihre Schlauheit baun, Redliches bedrücken und betrügen. (...)

Schöne Fraun mit schönen Katzen
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Schöne Fraun und Katzen pflegen Häufig Freundschaft, wenn sie gleich sind, Weil sie weich sind Und mit Grazie sich b (...)

Seepferdchen
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Als ich noch ein Seepferdchen war, Im vorigen Leben, Wie war das wonnig, wunderbar Unter Wasser zu schweben. In den träumenden Fluten Wogte, wie Güte, das Ha (...)

Silvester
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 31.12.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Dass bald das neue Jahr beginnt, spür ich nicht im geringsten. Ich merke nur: Die Zeit verrinnt genauso wie zu Pfingsten, Genau wie jährlich tausendmal. (...)

Silvester bei den Kannibalen
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Am Silvesterabend setzen Sich die nackten Menschenfresser Um ein Feuer, und sie wetzen Zähneklappernd lange Messer. Trinken dabei - das schmeckt sehr gut - B (...)

So ist es uns ergangen (1933)
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) So ist es uns ergangen. Vergiß es nicht in beßrer Zeit! - Aber Vöglein singen und sangen, Und dein Herz sei endlos weit. Vergiß es nicht! Nur damit du lern (...)

Störtebeckerlied
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Seeräuber und Kameraden, Wenn meine Augen richtig sind Hat die Bark voraus auch Fässer geladen. - Auf, ihr Hurenboys (...)

Stille Winterstraße
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Es heben sich vernebelt braun Die Berge aus dem klaren Weiß, Und aus dem Weiß ragt braun ein Zaun, Steht eine Stange wie ein Steiß. Ein Rabe fliegt, so schwar (...)

Verflucht und zugenäht
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Man sollte den Gesetzen In Kleinigkeiten Ein Bein stellen und sie verletzen Und sie, von Gönnern geldunterstützt, Überschreiten. Man sollte den Richter, Der (...)

Warten auf Weißnichtwas
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 10.11.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ein Leierkasten wringt sich aus. Es klingt nach Leben und Sterben. Im Schutt im Winkel hinterm Haus Liegen häßliche (...)

Was die Irre sprach
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Wir armen Schizophrenen! Wir sind nur ein Begriff. Wir lassen uns endlos dehnen. Aber es war ein englisches Schiff. Ich weiß, Sie möchten was fragen; (...)

Was willst du von mir?
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Möchtest du meine Frau werden, Da meine Haare schon grau werden, Schon größtenteils sind? Möchtest du über mich lachen? Soll ich dir Freude machen? Oder ei (...)

Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten?
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 31.12.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ich würde vor Aufregung wahrscheinlich Die ersten Nächte schlaflos verbringen Und darauf tagelang ängstlich und kleinlich Ganz dumme, selbstsüchtige Pläne schw (...)

Wer hört ein Stäubchen lachen?
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 10.11.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Stäubchen stob durch die Stube. Dort saß ein kleiner Bube, (Der Stäubchen wie ein Riese erschien) Vor einem Stadtplan von Berlin. Stäubchen lachte: "Berlin (...)

Wie mag er aussehn?
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 28.10.2009)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Wer hat zum Steuerbogenformular Den Text erfunden? Ob er in jenen Stunden, Da er dies Wunderwirr gebar, Wohl ganz - oder total - war? Du liest den Text. Du (...)

Zu dir
(von
Gezubbel - Joachim Ringelnatz - 17.01.2010)
  von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Sie sprangen aus rasender Eisenbahn Und haben sich gar nicht weh getan. Sie wanderten über Geleise, Und wenn ein Zug sie überfuhr, Dann knirschte nichts. Si (...)



 
   
     
   
     
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