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  Hast du nicht mein Glück gesehen?
  von Clemens Brentano (1778-1842) Vogel halte, laß dich fragen, Hast du nicht mein Glück gesehn? Hast du's in dein Nest getragen? "Ei, dein Glück, - ei, sage wen?" Eine feine zarte Rebe Und zwei Träublein Feuerwein, Drüber Seidenwurm-Gewebe, Drunter süße Maulbeerlein. Hier hab ich's im Arm gewieget, Hier am Herzen drückt ich's fest, Lieblich hat sich's angeschmieget Und du, Vogel, trugst's ins Nest. "Armer Mann! Dein Glück, ich wette, War ein Liebchen und kein Strauß, Ging aus deinem Arm zu Bette, Und du gingst allein zu Haus." Meinst du? Nun, so sag mir Quelle, Hast du nicht mein Glück gesehn? Trug's ins Meer nicht deine Welle? "Ei, dein Glück, - ei, sage wen?" Eine tauberauschte Rose Und zwei Rosentöchterlein, Frühlingsträume ihr im Schoße, Wachten auf und schliefen ein. Hier am Herzen hat's gehauchet Süßen Duft, Goldbienen schwer Sind die Küsse eingetauchet. Fort ist's. – Ach, du trugst's ins Meer! "Armer Mann! Dein Glück, ich wette, Liebe war dein Rosenlos, Ging aus deinem Arm zu Bette, Heim trugst du die Dornen bloß." Meinst du, will ich Taube fragen, Hast du nicht mein Glück gesehn? Nicht ins Felsennest getragen? "Ei, dein Glück! – ei, sage wen?" Eine goldne Honigwabe, Süßen Sinn und Wachs so rein, Aller Küsse Blumengabe Schlossen drin die Bienen ein. Ach! ich trug es an die Lippen Duftend, schimmernd, süß und lind, Durft ein bißchen daran nippen, War doch ein verwöhntes Kind! "Armer Mann! Dein Glück, ich wette, Liebe war's, als Honigseim, Ging aus deinem Arm zu Bette, Und du gingest einsam heim." Meinst du? – will ich Echo fragen, Hast du nicht mein Glück gesehn? Und willst allen davon sagen? "Ei, dein Glück! - ei, sage wen?" Einer Stimme süßes Klagen, Locken, Flüstern, Wonn und Weh, Nachtigallen-Traumeszagen, Bitte, bitte, geh, o geh! Mir am Herzen hat's gewehet Alle Wonnen, allen Schmerz, Wie ein Kinderseelchen flehet Unter süßem Mutterherz. "Armer Mann! Dein Glück, ich wette, War ein liebend träumend Wort, Fleht aus deinem Arm zu Bette, Du gingst einsam dichtend fort." Meinst du? muß ich Rose fragen, Hast du nicht mein Glück gesehn? Birgt's dein Schoß mit süßem Zagen? "Ei, dein Glück! - ei, sage wen?" Süßes Duften, wachend Träumen, Hülle, Fülle, süß und warm, Bienen-Kuß an Rausches Säumen Irrend, suchend, Rausches arm. Hier am Herzen hat's geblühet, Meine Seele süß umlaubt, Liebe hat mein Blut durchglühet, Hoffnung hat doch nicht geglaubt. "Armer Mann! Dein Glück, ich wette, Liebe war's, als Trunkenheit, Ging aus deinem Arm zu Bette, Du gingst einsam, kühl, es schneit." Meinst du? frage ich die Sterne, Habt ihr nicht mein Glück gesehn? Sterne sehn ja Augen gerne. "Ei, dein Glück! - ei, sage wen?" Lockennacht an Himmels Stirne Sinnend, minnend Doppel-Licht, Augen blitzend, Glücksgestirne, Andern Sternen folg ich nicht. Sah's von Tränen tief verschleiert, Sah's von Sehnen tief durchglüht, Sah's durchleuchtet, sah's durchfeuert, Sah's, wie Liebe blüht und flieht! "Armer Mann! Dein Glück, ich wette, War ein milder Augenschein, Ging aus deinem Arm zu Bette, Durch die Nacht gingst du allein." Meinst du? muß die Lilie fragen, Hast du nicht mein Glück gesehn? Gleichet dir, doch darf's nicht sagen, "Ei, dein Glück! - ei, sage wen?" Eine, eine, sag nicht welche, Stand im Gärtchen, nachts allein, Sah, o Lilie! deine Kelche Überströmt von Lichtesschein. Hat von Lilien, Engeln, Sternen Schon an meiner Brust geträumt, Alle Nähen, alle Fernen Mir mit Dichtergold gesäumt. "Sel'ger Mann! Dein Glück, ich wette, Ist ein Mädchen, fein und lieb, Ging aus deinem Arm zu Bette, Dir des Traumes Goldsaum blieb." .


 
   
     
   
     
      © by Nora Runge - Alle Rechte vorbehalten