Gedenk- & Jahrestage

Suchen:

> Übersicht
> Neuste Einträge
> Am häufigsten aufgerufen

> Januar
> Dezember
> November
> Oktober
> September
> August
> Juli
> Juni
> April
> März
> Februar
> Mai
>

Kategorien:
> Außergewöhnliche Ereignisse und wichtige Jubiläen
> Nationale und internationale Gedenktage
> Pingsten
> Silvester-Neujahr

 
  August, 13. - Internationaler Linkshändertag


  Seit dem Jahr 1976 ist der 13. August der internationale Linkshändertag. Dean R. Campbell, der 1975 auch Lefthanders international gründete, rief diesen Tag zum Linkshändertag aus. In den letzten Jahren hat der Linkshändertag zunehmend Berichte über Linkshändigkeit am 13. August in verschiedenen Medien angeregt. Linkshänder sind Personen, die bevorzugt die linke Hand benutzen, insbesondere bei nicht durch Erziehung geprägten Tätigkeiten mit nur einer Hand. Teilweise wurden und werden Linkshänder auf die rechte, kulturell oder historisch in vielen Ländern als besser bewertete Hand umerzogen. Ursachen Als wahrscheinliche Ursache für die Linkshändigkeit gilt die Lateralisation des Gehirns, speziell eine angeborene rechtshemisphärische Hemisphären-Dominanz. Die Auswirkungen der Dominanz der rechten Hirnhälfte sind noch nicht in allen Einzelheiten bekannt und erforscht. Das Dominieren einer Hirnhälfte kommt mit der Händigkeit am deutlichsten zum Ausdruck, jedoch gibt es auch Bevorzugungen beispielsweise bei den Beinen („Füßigkeit“), den Augen und den Ohren. Genetische Ursachen für die Linkshändigkeit sind wahrscheinlich, bei der Forschung nach den Vererbungsmustern trifft man jedoch immer wieder auf andere Befunde: Unter eineiigen Zwillingen kommen Links-Rechts-Händer-Kombinationen ähnlich häufig vor wie bei anderen Geschwister-Paaren, obwohl eineiige Zwillinge genetisch identisch sind. Eine im Jahr 1998 durchgeführte Studie der James-McDevitt-Universität in Oklahoma hat zudem gezeigt, dass Kinder, deren Eltern beide linkshändig sind, nur mit 26-prozentiger Wahrscheinlichkeit selbst Linkshänder werden. Die Fachwelt ist sich daher uneins, auch weil bisher kein Gen gefunden werden konnte, das der Händigkeit zugeschrieben werden kann. Manche Wissenschaftler sind der Ansicht, es gebe keine genetischen Ursachen für Linkshändigkeit. Andere wiederum haben Theorien entwickelt, die versuchen, die geringe Vererbbarkeit von Linkshändigkeit zu erklären. Der Psychologe Chris McManus hat ein Modell entwickelt, das auf zwei unterschiedlichen Allelen beruht. Nach diesem gibt es ein C- und ein D-Allel. Das D-Allel fördert die Rechtshändigkeit, das C-Allel hingegen beeinflusst die Händigkeit nach Zufall. Hat ein Mensch zwei D-Allele, wird er Rechtshänder. Bei einem oder zwei C-Allelen hingegen besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit zur Linkshändigkeit. Ähnliche Mechanismen, ausgeglichener Polymorphismus genannt, sind auch von anderen Phänomenen in der Natur bekannt (beispielsweise Sichelzellenanämie). Im August 2007 wurde die Entdeckung eines Gens (LRRTM1) veröffentlicht, das für die Links- bzw. Rechtshändigkeit verantwortlich sein soll. Diese Entdeckung steht allerdings im Widerspruch zu der oben aufgeführten Studie an der McDevitt-Universität, da eineiige Zwillinge genetisch gleich sind. Anteil der Linkshänder Statistiken geben den phänotypischen Anteil der Linkshänder in der Bevölkerung mit 10 bis 15 Prozent an. Es ist zu beachten, dass der Wert bei Befragungen unter Umständen geringer ausfällt als bei gezielten Tests – was auf die lange Zeit verbreitete Umerziehung zurückzuführen ist. Daher sind Linkshänder in Statistiken unter alten Menschen deutlich seltener. Der genotypische Anteil ist offenbar noch nicht hinreichend wissenschaftlich nachgewiesen. Schätzungen gehen bis zur Hälfte der Bevölkerung (Gleichverteilung). Quelle Text und Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Linksh%C3%A4nder


 
   
     
   
     
      © by Nora Runge - Alle Rechte vorbehalten