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  Der Mutter Ruf
  von Karl Friedrich Mezger (1880-1911) Mir war es in der Fremde schlecht ergangen. In fremder Herberg lag ich müd darnieder; Ich fühlt`an jedem meiner jungen Glieder Der Sehnsucht und des Heimwehs Ketten hangen. So unter brennend heißem Heimatverlangen Floß Trän`um Träne auf die Kissen nieder, Bis endlich müd sich schlossen meine Lieder Und bange Träume hielten mich umfangen. Da wacht`ich plötzlich auf aus meinen Träumen; Denn lieb und weich aus meiner Mutter Munde Hab`deutlich meinen Namen ich vernommen! Und doch war ich ihr fern - in fremden Räumen. - Da sah ich nach der Uhr! Es war die Stunde, Da betend stets sie ist zu Gott gekommen. Als ich den Ruf so deutlich hab`vernommen, Da wichen alle meine schweren Sorgen Und hoffnungsfroh begrüßte ich den Morgen, Und tiefe Ruh`war über mich gekommen. Was böses kommen wollte, konnte kommen; Ich wußte mich in Gottes Hand geborgen. Der Mutter Ruf hat alle meine Sorgen Vom bangen Herzen mir hinweggenommen. Ach, meiner Mutter Glaub`und Gottvertrauen, Ihr kindlich fromm Gebet, das mich begleitet Vom späten Abend bis zum frühen Morgen, Half oft mir heiter in die Zukunft schauen, Hat oft mir Freude, Trost und Ruh bereitet, Wenn ich gequält von Kummer und von Sorgen!


 
   
     
   
     
      © by Nora Runge - Alle Rechte vorbehalten