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  Die junge Mutter
  von Julius Hammer (1810-1862) Ihr schlummern Kind im Arme habend, Eine junge Mutter saß allein; Ihr Haupt umspann der Frühlingsabend Mit einem goldnen Heil`genschein. Sie neigt` es sinnend zu dem Kleinen, Nicht ahnend, daß ein Lauscher da; Ich zögerte, ihr zu erscheinen, Und blieb ihr ungesehen nah. Doch was sie still sich selbst vertraute, Und was aus ihrem Lächeln sprach, Und was aus ihrer Träne taute, Ich fühl`t es tief im Herzen nach. Das feuchte Aug` empor gehoben, Schien sie zu fragen, wie verklärt: „Du guter Gott im Himmel droben, Bin ich so heil`gen Glückes wert?” Das Kind, das sie zum Schmerz geboren, Mit sel`ger Freude küßte sie`s Und hauchte leise: „Unverloren Ist noch der Erde Paradies!” Mir war`s, als zöge durch mein Leben Mit einem Mal ein lichter Strahl, Als sei mir alle Schuld vergeben Und mir erlassen alle Qual. Mir war`s, als müßt` ich niederknieen, Anbetend vor dem Mutterglück, Und gläubig dacht` ich an Marien, Die uns den Himmel gab zurück.


 
   
     
   
     
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