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  Benehmen
 

von Ernst Hartmann

Was früher einmal Grundausstattung
gut erzog'ner Menschengattung,
wird heute kaum mehr praktiziert,
Unflat jetzt die Welt regiert.

Wo man geht und steht
wird man angegähnt,
bis zum Ausgang kann man gucken,
sieht das Zäpfchen munter zucken.

Nasenbohrer (bis zum Anschlag)
sieht man heute jeden Tag,
unter Zeugen, das ist dreist,
wird die Beute dann verspeist.

Unterarm quer vor dem Teller,
ja, so geht das Fressen schneller,
schaufeln sich die Suppe rein,
schmatzen, schlürfen wie ein Schwein.

So manche rustikalen Esser
benutzen Gabel oder Messer,
um auf and're hinzuweisen,
so auf ihre Art entgleisen.

Füße werden ungeniert
auf Stuhl und Bank und Tisch plaziert,
und diese rücksichtslos Bequemen,
sich deswegen nicht 'mal schämen.

Wo früher freundlich wurd' gegrüßt,
man heute diesen Gruß vermißt.
Abweisend, kalt und stumm,
geht der Blick um dich herum.

Die Kinder lernen es nicht mehr,
wenn's den Alten schon fällt schwer,
verloren geht ein Stück Kultur,
zurück zur tierischen Natur.
 




 
   
     
   
     
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