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  Winter
 

von Ernst Hartmann

Ein Laken, blütenweiß,
legt sich auf Berg und Tal,
das Sonnenlicht in grellem Gleiß
beleuchtet Bäume, Sträucher – kahl.

Wie verzaubert die Natur,
fast bizarr und unreal,
glänzend weiß ist Wald und Flur,
die Szenerie monumental.

Wie Schmuck aus Glas die Eisgebilde
als Blumen und als Zapfen,
Väterchen Frost führt sie im Schilde,
knietief durch den Schnee wir stapfen.

Die Luft so klar und eisig kalt,
beißt in Nasen und in Ohren,
dringt durch Kleider mit Gewalt,
Hände, Füße - halb erfroren.

Der Mensch, vermummt in Pelz und Wolle,
als schwarzer Punkt im weißen Reich,
spielt nur die Statistenrolle,
die Nasen rot, Gesichter bleich.

Von der Natur erfasst mit Macht,
wandern die Gedanken ab,
ein Leichentuch die ganze Pracht ,
die Welt darunter – wie ein Grab.

Matsch wird es am Ende sein,
graubraun, widerlich und naß,
mit feuchter Kälte im Verein,
trist und dreckig, düster, blaß.




 
   
     
   
     
      © by Nora Runge - Alle Rechte vorbehalten