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  Ostern 1917
  von Karl Henckell (1864-1929) Und wir schritten durch Schleier, und jeder sah Wie blind der Erde Gefild, Und wieder hob sich auf Golgatha Im Nebel das blutige Bild. Und wieder bebte der Erde Grund, Versank die Lichtwelt in Nacht, Und die Liebe neigte sich todeswund Und sprach: "Es ist vollbracht!" O, die wir gewandelt in Dunkelheit Und gelitten in Kreuz und Not, Wir hungern nach wahrer Gerechtigkeit Und dürsten nach neuem Gebot. Wir recken die schaffenden Hände zum Licht Für unser Leben und Land, Und aus dem Schoße der Himmel bricht Ein Strahl, der die Finsternis bannt. Wir schöpfen die Himmel, wir schöpfen den Strahl Aus des eigenen Volkes Schoß, Und wir erzeugen in Krampf und Qual Der Menschheit schöneres Los. Und wir schreiten in stählender Lüfte Wehn Durch der kreißenden Erde Gefild - Und das blutende Leben muss auferstehn In der Zukunft geläutertem Bild.


 
   
     
   
     
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