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  Der Mensch


 

Dieses Gedicht ist auch zu lesen im Lyrikband 2011 der Frankfurter Bibliothek

Der Mensch kommt sich vor ganz groß und wichtig.
Wann wird es merken der Tor,
dass er nur ist ganz klein und nichtig.
Sein Leben währt nur einen Wimpernschlag,
wie ein Hauch verweht es im Weltenlauf.
Doch er erschwert sich seinen kurzen Erdentag
mit selbstgemachter Pein zuhauf.
Was hat er aus dieser Welt gemacht,
die ihm einst als Paradies übergeben?
Seit er erschien, mit wenig Bedacht,
er alles zerstört, was ihm wurde gegeben.
Er treibt Raubbau an der Natur,
ist nur auf sein eignes Wohl bedacht.
Missachtet das Recht anderer Kreatur,
hat sich zum Herrn der Erde gemacht.
Doch jetzt, weil es ihm geht an den Kragen,
jetzt, da sich sein Handeln gegen ihn kehrt,
hört man ihn jammern und klagen.
Doch keiner ist da, der ihn erhört.
© by Nora Runge




 
   
     
   
     
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