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  Olympische Spiele


 

In der Antike war es Brauch,
dass des Krieges giftiger Hauch
in der Zeit der Olympiade verwehte.
Zu Ehren der Götter fanden die Spiele statt
und setzen alle Aggressoren matt.
Man begegnete sich in Frieden.

Um die Spiele der Neuzeit alle sich reissen,
sich dafür mächtig ins Zeug schmeissen.
Glücklich der, den trifft die Wahl.
Diesmal darf China die Spiele ausrichten.
Man musste sich deshalb verpflichten,
alles zum Wohle der Athleten zu tun.
Neue Stadien und Anlagen man baut,
mit Staunen die restliche Welt darauf schaut -
schliesslich waren ihre Sponsoren nicht geizig.

Verloren haben die Spiele ihren eigentlichen Sinn.
Heute geht's nur um Prestige und Gewinn.
Das Wesentliche bleibt auf der Strecke.
Man will Grösse und Glanz demonstrieren,
den anderen Ländern imponieren.

Nur eines haben die Chinesen nicht bedacht:
Wer Menschenrechte und -würde missachtet,
unschuldige Menschen wie Vieh abschlachtet,
ist der Olympischen Spiele nicht würdig!

Man sollte ihnen eine Lehrstunde verpassen,
sich mit dem Olympischen Geist zu befassen,
bei Weigerung sie boykottieren!

© by Nora Runge




 
   
     
   
     
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