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  Ansprache unseres Mitglieds Duncan Smile zum Gedenken an die Reichs-Kristallnacht 1938


 

Meine Ansprache zum 09.11.2008 - der sogenannten "Kristallnacht" 1938
Gegen das Vergessen von nazionalsozialistischen Opfern

Es ist sehr positiv zu sehen, dass viele gleichgesinnte Menschen sich eingefunden haben, zum Gedenken an die Nazi-Verfolgung und deren Opfern.
Es wurde geschlagen - erschlagen, vergiftet, vergast, erschossen, experimentiert und verfolgt. Noch abscheulicher und menschenverachtender konnte es nicht mehr kommen in dieser Nazizeit. Es war schlimm – und es kam schlimmer. Die Massenvernichtungsmaschenerie der Deutschen nahm ihren Lauf. Millionen wurden bestialisch hingerichtet. Aber nicht nur Juden sondern auch Sintis und Roma. Andersdenkende und Gegner dieser Nazis. Die Ausrottung von Millionen unschuldiger Menschen wurde veranlasst. Diesen Opfern des Nazi-Reichs wollen wir heute gedenken, ihnen die menschliche Ehre erweisen. UM zu erahnen, wie sich damals die Menschen gefuehlt haben, sollte man versuchen sich in diese Situation hinein zu versetzen. Die Angst, den Hunger, die Verfolgung, die Verhaftung … einfach etwas zu verspueren, wie es damals fuer die Juden alltaeglich war. Gedanklich mit diesen Menschen eins sein. Erst dann versteht jeder Mensch, wie barbarisch die damalige Zeit war. Ein Beispiel ist eine Tante von mir im Stadtteil Bnei-Barak, ein Vorort von Tel-Aviv. Sie war im KZ Auschwitz, und hat - wie es Vieh auch hat, diese KZ-Nummer taetowiert bekommen. Ihr heutiger Ehemann befand sich auch in Auschwitz. Als sehr junge Menschen entkamen sie diesem KZ. Sie flohen nach Palaestina, siedelten sich in Bnei-Barak, einem orthodoxen Viertel an. Heirateten und bekamen zwei Kinder. Eine Aussage von ihr war folgende: Wer diesem Inferno entkommen konnte, muss einfach an Gott glauben, denn ohne ihn, waeren wir nicht hier. Durch diese ganze Nazi-Situation bekamen sie ein Maedchen, welches behindert ist. ABER auch dieses Maedchen heiratete in Israel. Man lebt … man lebt auch mit dieser Vergangenheit – auch diese Menschen und deren Kinder haben eine Zukunft. Wir alle haben eine Zukunft, muessen aber dafuer Sorge tragen, dass solches NIE wieder vorkommt. Dafuer wollen wir einstehen, damit diese heute existierende braune Masse keinerlei Chance hat - Oberwasser zu bekommen. Dafuer sind wir heute hier … Anzumerken ist aber auch: Den ganzen Nachkriegs-Generationen sollte man keinerlei Schuld ihrer Vorfahren aufbuerden, da diese Generationen nichts, aber auch gar nichts mit den Greueltaten ihrer Vorfahren zu tun hatten und haben. Auch wird gern dieser Holocaust oder wie bei uns Shoa genannt, von vielen Institutionen als Waffe zur Durchsetzung ihrer Interessen benutzt, wofuer sich diese sehr schaemen sollten – was aber ein Fremdwort fuer diese ist. Zum Abschluss moechte ich Ihnen, liebe Freunde, etwas vorlesen, was fuer die Zukunft unserer Kinder bestimmt ist:

BEHUETE DIE WELT
SHMOR AL HA OLAM

Behuete die Welt, Kind
Es gibt Dinge, die verboten sind zu sehen,
Wenn du sie siehst, hoerst du auf zu leben.
Tischmor al ha olam Jeled
Jesh dwarim sche assur liroth
Tischmor al ha olam Jeled
Im ti-re, tafsik lechioth
..............
Held der Welt, Kind
Mit einem Laecheln von Koenigen,
Behuete die Welt, Kind
Denn wir schaffen es schon nicht mehr.
Gibor schel ha olam Jeled
Im chiuch shel malachim
Tischmor al ha olam Jeled
Ki anachnu kwar lo mazlichim.
Â…Â…Â…Â…Â…Â…
Behuete die Welt, Kind
Uebertreibe nicht mit deinen Gedanken
Denn je mehr du weisst, Kind
Desto weniger verstehst du.
Tishmor al ha olam Jeled
Al tagsim bemach-schawoth
Ki kama sche teda joter Jeled
Ata rak tawin pachoth
Â…Â…Â…Â…Â…..
Und in der Stunde der Wahrheit
Schliessen sich alle Tueren
Und jegliche Liebe stirbt
Nur du wirst dich weiter irren.
U beschaa messuimet
Nisgarot kol hadlatoth
We kol ha-ahava nigmeret
Rak ata mamschich litoth




 
   
     
   
     
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