Mythologien

Suchen:

> Übersicht
> Neuste Einträge
> Am häufigsten aufgerufen

Kategorien:
> Germanische Mythologie
> Griechische Mythologie
> Keltische Mythologie
> R�mische Mythologie
> Römische Mythologie

 
  Athene


 

Athene, auch Athena, ist eine Göttin der griechischen Mythologie. Sie ist die Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes sowie Schutzgöttin und Namensgeberin der griechischen Stadt Athen. Ihr entspricht die römische Göttin Minerva.

Herkunft des Namens
Der Name Athena ist vorgriechisch und wahrscheinlich nicht indoeuropäischen Ursprungs. Die Bedeutung ist unklar. Ein aus Knossos stammendes Tontäfelchen mit Linear B-Text aus mykenischer Zeit nach 1500 v. Chr. nennt „a-ta-na-po-ti-ni-ja“. Dies wurde lange Zeit als „Herrin Atana“ übersetzt und es wurde angenommen, dass „Atana“ eine weit verbreitete Burggöttin war. Eine neuere Übersetzung ist „Mädchen aus Athen“, was bedeuten würde, dass Athen der Herkunftsort der Göttin ist und sie schon in dieser Zeit eng mit der Stadt verbunden war.

Schutzgöttin und Weggefährtin
Pallas Athene ist Schutzgöttin und Namensgeberin Athens. Sie gilt als Göttin der Städte, der Weisheit und des Kampfes, so auch der Kriegstaktik und der Strategie; außerdem ist sie Schirmherrin der Künste und der Wissenschaften. Athena war die Hüterin des Wissens und fungierte als Palast- und Schutzgöttin der mykenischen Herrscher; sie beschützte Spinner, Weber und andere Handwerker.

In der Ilias, den Geschehnissen des Trojanischen Krieges, „kämpft“ Athena auf Seiten der Griechen. In Homers Odyssee behütet und „begleitet“ sie Odysseus bei seinen gefahrvollen Abenteuern. Auch führt sie Perseus bei der Enthauptung der Medusa.

Familie
Athene war eine Tochter des Zeus und der Metis (vergleiche die Theogonie des Hesiod). Zeus hatte die von ihm mit zwei Kindern schwangere Metis verschlungen, da prophezeit worden war, eine Tochter sei Zeus ebenbürtig, ein Sohn werde ihn jedoch stürzen. Als er danach unter großen Kopfschmerzen litt, zerschlug Hephaistos auf Zeus' Befehl hin dessen Haupt (was er als Göttervater überstand). Daraus entsprang in voller Rüstung Athene. Sie wurde daher als eine Verkörperung des Geistes (da aus dem Kopf des Zeus = Kopfgeburt; siehe Namensherleitung) und damit der Weisheit und Intelligenz angesehen. Der Bruder der Athene blieb in Metis (beziehungsweise in Zeus) ungeboren und unbenannt.

In einer besonderen Version der Sage entsprang Athene in Rüstung dem Mund des Zeus und zwang ihn, ihre verschlungenen Geschwister freizugeben. Als Schutzgöttin der Stadt Athen wurde sie daher auch oft in voller Kriegsrüstung dargestellt.

Ihr Ziehvater war der Flussgott Triton, mit dessen Tochter Pallas sie aufwuchs. Athene tötete diese versehentlich während eines Kampfspiels mit Wurfspeeren. Zum Andenken schuf Athene eine Statue, das Palladion, und übernahm den Namen der Getöteten: Παλλá½°ς Ἀθηνᾶ –- Pallas AthÄ“nâ.

Charakterisierung
Wie viele griechische Gottheiten war Athene überaus leicht zu kränken: So verwandelte sie Arachne, die behauptete, die Göttin in der Webkunst zu übertreffen, in eine Spinne.

Sie ging niemals eine Liebesbeziehung ein, daher auch der Beiname Parthenos „die Jungfräuliche“ (vergleiche auch Artemis). Doch hauchte sie auf Bitten ihres Freundes, des Titanen Prometheus, den Menschen Wissen und Weisheit ein.


Nach der Legende buhlten Poseidon und Athene um die Schirmherrschaft einer Stadt. So hielten sie einen Wettstreit ab: Wer der Stadt das nützlichere Geschenk mache, hätte gewonnen. Poseidon gab einen Brunnen (oder auch eine Quelle), der jedoch nur Salzwasser spendete; Athenes Gabe war der Olivenbaum und damit dessen Holz und Früchte. So wurde Athene die Schutzgöttin der Stadt, die seitdem ihren Namen trägt: Ἀθῆναι –- Athen.

Ihr Heiligtum war der Parthenon, die Statue der Athena Promachos (πρÏŒμαχος promachos = die Vor- oder Vorauskämpfende), welche sie in voller Rüstung zeigt, war ihr größtes Standbild auf der Akropolis.

Rollen in den Mythen
In den zwei größten Epen Griechenlands, der Ilias und der Odyssee von Homer, ist Athene (auch als Gegnerin Trojas) die Schutzgöttin des Odysseus. Ihr bei Homer stehendes Attribut „eulenäugig“ (glaukōpis) bedeutet möglicherweise, dass sie im Dunkeln sehen konnte; nach einer anderen Interpretation verweist das Attribut auf große Augen, die in der Antike als Schönheitsideal galten (in ähnlicher Weise findet sich bei Hera auch der Beiname „die Kuhäugige“, was keinesfalls herabwürdigend, sondern wieder als Verweis auf große Augen zu verstehen ist). Jedenfalls war die Eule ihr symbolisch zugeordnet und erschien auch auf den athenischen Münzen –- daher die seit der Antike bekannte Redensart „Eulen nach Athen tragen“ (γλαῦκας εá¼°ς Ἀθῆνας κομίζειν, γλαῦκ' Ἀθήναζε ἡγείσθαι) für „etwas Überflüssiges tun“. Auch heute ist ein Teil dieser athenischen Münze, auf der griechischen 1 Euro-Münze zu sehen.

Anmerkung: Mit dem Adjektiv „eulenäugig“ (γλαυκῶπις (glaukōpis) bzw. γλαυκÏŽψ (glaukóps) aus: γλαῦξ –- die Eule und ὤψ –- das Auge) bezeichnet Homer die Eigenschaft „helläugig“. Im alten Griechenland gab es, wie auch heute noch, sowohl helläugige als auch dunkeläugige Menschen. Für Athene gebrauchte Homer deshalb auch nie das Beiwort „kuhäugig“ (βοῶπις –- boôpis, abgeleitet von βοῦς boûs –- das Rind, die Kuh und ὤψ). Diese Bezeichnung gab er vielmehr der Göttin Hera.

Quelle Text und Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Athene


 




 
   
     
   
     
      © by Nora Runge - Alle Rechte vorbehalten