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  Poseidon


  Poseidon (griechisch Ποσειδῶν) ist in der griechischen Mythologie der Gott des Meeres und Bruder des Zeus. Das Pferd ist ihm heilig. In der etruskischen Mythologie wurde er dem Nethuns gleichgesetzt, in der r├Âmischen dem Neptun. In der Tiefe des Meeres steht sein kristallener Palast. Verehrung Nach der Auffassung von Herodot war Poseidon urspr├╝nglich ein libyscher Gott. Poseidon war Gott des delphischen Orakels, bevor Apollon dies ├╝bernahm, und mit Athene auch der Schutzgott der Stadt Athen. Auch war er Schutzgott der Stadt Pylos. In Eleusis galt er als Vater des K├Ânigs Oilmophos, in Troizen als Vater des Theseus. Au├čerdem gab es ihm zu Ehren einen Hippioskult, da das Pferd (altgriech.: Ἵππος) zu seinen Attributen geh├Ârte. Im Attischen Kalender gab es einen ihm geweihten Monat. Seefahrer beteten zu Poseidon f├╝r eine sichere ├ťberfahrt und opferten ihm Pferde, die sie im Meer versenkten. Wenn er gut gelaunt war, erschuf Poseidon neue Inseln und lie├č die See still und schiffbar sein. Wenn er ergrimmte, stach er mit seinem Dreizack in die Erde, verursachte so Erdbeben, ├ťberschwemmungen und brachte Schiffe zum Sinken. Mythologisches Geburt und Kindheit Poseidon ist der Sohn des Kronos und der Rhea. Nach seiner Geburt verschlang ihn sein Vater, und erst sein letztgeborener Bruder Zeus errettete ihn und seine anderen Geschwister mithilfe der Titanen. Als die Welt in drei Teile geteilt wurde, erhielt Zeus den Himmel, Hades (ein weiterer Bruder Poseidons) die Unterwelt und Poseidon den Ozean (vgl. Ilias XV,190 ff.) (Ὠκεανός). Ehe und Lieben Poseidon war mit Amphitrite verheiratet und hatte mit ihr den Sohn Triton und die T├Âchter Rhode und Benthesikyme. Zahlreiche Liebschaften - oft mit Meernymphen (Nereiden, Okeaniden) - f├╝hrten zu weiteren Kindern, wie z. B. dem Riesen Orion, dem Pferd Arion und dem ein├Ąugigen menschenfressenden Zyklopen Polyphem. Der Pegasus, das gefl├╝gelte Pferd, Sohn der Medusa, war ebenfalls ein Kind des Poseidon. Poseidon hatte auch 5 Zwillingspaare mit der sterblichen Kleito, der einzigen Bewohnerin der Insel Atlantis. Die 10 Kinder dieser Verbindung waren Atlas & Gadeiros alias Eumulus, Ampheres & Euaimon, Mnaseas & Autochthon, Elasippos & Mestor, Azaes & Diaprepes. Unter ihnen teilte er das Land (Atlantis) auf und machte sie zu den 10 K├Ânigen von Atlantis, wobei Atlas die Herrschaft von Poseidon ├╝bernahm und so der erste unter ihnen und K├Ânig der Hauptinsel wurde. (Atlas ist nicht mit dem Titan Atlas zu verwechseln.) Mit der Erdg├Âttin Gaia soll er eine Liebschaft gehabt haben; aus dieser ist Antaios entstanden. Zu Poseidons S├Âhnen z├Ąhlt der Ringk├Ąmpfer Kerkyon. Er liebte auch den jungen Pelops und schenkte ihm ein pr├Ąchtiges Gespann. Manche Quellen sprechen davon, Poseidon sei der Vater des Br├╝derpaares Otos und Ephialtes, den Aloiden, deren Mutter Iphimedeia ist. Sagen Athene und Poseidon stritten um die Schutzherrschaft ├╝ber Attika. Kekrops I., der K├Ânig Attikas, entschied, dass beide G├Âtter den Menschen Attikas ein Geschenk machen sollen. Derjenige, der das bessere Geschenk g├Ąbe, sollte die Herrschaft erlangen. Der Wettbewerb wurde auf dem Felsen ausgetragen, auf dem sp├Ąter die Akropolis entstehen sollte. Poseidon stie├č seinen Dreizack in den Fels und lie├č einen Wasserquell sprudeln (nach anderen Quellen einen Salzwasserquell, oder er gab das Pferd zum Geschenk). Athene pflanzte den Attikern den ersten Olivenbaum. Kekrops entschied sich f├╝r das Geschenk der Athene, und die Hauptstadt von Attika wurde Athen genannt. Aus Wut dar├╝ber, dass Kekrops sich f├╝r Athenes Geschenk entschieden hatte, verdammte er ihn dazu, nie wieder Land ber├╝hren zu d├╝rfen - entweder bis zu seinem Tod oder bis ihn die Liebe erl├Âst. Athene gab ihm Unsterblichkeit und somit die Hoffnung, irgendwann von seinem Schiff der Verdammnis herunter zu kommen. Weil einmal Poseidon und Apollon Zeus beleidigt hatten, mussten sie K├Ânig Laomedon von Troja dienen. Er lie├č sie gro├če Mauern um die Stadt bauen und versprach den G├Âttern, sie reich zu belohnen, ein Versprechen, das er nach Fertigstellung der Mauern brach. Voller Wut schickte Poseidon ein Meeresungeheuer. Ihm sollte zur Beg├╝tigung Hesione, die Tochter Laomedons (die er mit Leukippe hatte), geopfert werden, die aber von Herakles gerettet wurde. Er gab sie seinem Gef├Ąhrten Telamon zur Frau. Kunst In der Kunst wird Poseidon mit einem Streitwagen dargestellt, der von gro├čen Hippokampen gezogen wird. Oft wird er mit dem Dreizack zusammen mit Delphinen dargestellt. Manchmal wird er gemeinsam mit Athene dargestellt, da er sich mit ihr um die Herrschaft von Attika gestritten hat. H├Ąufig findet man auch Darstellungen der Hochzeit des Poseidon mit Amphitrite, die meist auf einem Wagen gezogen von Pferden, begleitet von Triton und Nereiden dargestellt sind. Im Arch├Ąologischen Nationalmuseum von Athen steht die antike, 2,09 m gro├če Bronzestatue des "Gottes aus dem Meer", h├Ąufig als "Poseidon von Kap Artemision" (Fundort an der Nordspitze Eub├Âas) bezeichnet. Inzwischen sind die meisten Arch├Ąologen jedoch der Ansicht, dass es sich dabei um eine Zeusstatue handelt, die in der leeren rechten, erhobenen Hand ein waagerechtes Blitzb├╝ndel trug, da Zeus der einzige Gott mit diesem Attribut ist. Poseidon hielt seinen Dreizack in antiker Darstellung nie waagerecht. Vergleiche der Gesichtsformen mit anderen Skulpturen des Strengen Stils des 5. Jahrhunderts unterst├╝tzen diese These Literarische Verarbeitungen Am bekanntesten ist Poseidon f├╝r seinen unerbittlichen Hass auf Odysseus, zumal dieser auf seiner zehnj├Ąhrigen Odyssee seinen Sohn Polyphem blendete, wie Homer berichtet. Au├čerdem hatte Odysseus das dem Poseidon heilige Pferd dazu missbraucht, die Trojaner hinters Licht zu f├╝hren. (s. "Trojanisches Pferd") In Platons Atlantis-Dialogen wird Poseidon als Stammvater des Herrschergeschlechtes von Atlantis dargestellt. Sein Sohn Triton ist der Nachfolger von Poseidon. Quelle Text und Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Poseidon


 
   
     
   
     
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