Mythologien

Suchen:

> Übersicht
> Neuste Einträge
> Am häufigsten aufgerufen

Kategorien:
> Germanische Mythologie
> Griechische Mythologie
> Keltische Mythologie
> R├»┬┐┬Żmische Mythologie
> R├Âmische Mythologie

 
  Minotauros


  Der Minotauros (griechisch Μινώταυρος) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Minos, ein Sohn des Zeus, der auf dem vom Meer umgebenen Kreta wohnte, bat seinen Onkel, den Meeresgott Poseidon, ihm zur Festigung seiner K├Ânigsw├╝rde und zur Abschreckung eventueller Thronanw├Ąrter ein Wunder zu gew├Ąhren. Er solle einen wei├čen Stier aus dem Meer emporsteigen lassen, sp├Ąter wolle er ihn dem Gotte auch opfern. Poseidon lie├č daraufhin einen Stier aus dem Wasser steigen. Kretas K├Ânig fand den Stier jedoch derart sch├Ân, dass er ihn in seine Herde aufnahm und statt dessen ein minderwertigeres Tier opferte. Poseidon ergrimmte und verfluchte Minos' Frau Pasipha├ź, die sich daraufhin in den Stier verliebte. Sie lie├č sich von Daidalos ein h├Âlzernes Kuhgestell bauen und eine Kuhhaut dar├╝berspannen, um dann in dieses Gestell zu kriechen und sich in diesem mit dem wei├čen Stier zu vereinigen. Aus dieser Vereinigung ging der Minotauros hervor, eine Gestalt mit menschlichem K├Ârper und dem Kopf eines Stieres. Minos lie├č f├╝r das Tierwesen, das er eigentlich t├Âten wollte (zeugte dieses doch auch vom Fehltritt seiner Gemahlin), auf Bitten seiner Tochter Ariadne, die ihn am Leben lassen wollte, durch Daidalos ein Gef├Ąngnis, das Labyrinth in Knoss├│s, erbauen. Herakles b├Ąndigte als siebte seiner zw├Âlf Aufgaben den kretischen Stier und brachte ihn auf die Peloponnes. Dort richtete dieser Verw├╝stungen und Unheil an. Androgeos, ein Sohn des Minos, hielt sich gerade in der Gegend auf, wurde aber bei der Jagd auf den Stier hinterr├╝cks ermordet. Deswegen f├╝hrte Minos nun Krieg gegen Athen. Da Athen nicht zu bezwingen war, erbat Minos Hilfe von seinem Vater Zeus, die dieser gew├Ąhrte. Er schickte die Pest, und Athen ergab sich. Doch um Minos zu bes├Ąnftigen, so berichtet die attische Volkssage, musste Athen nun jeweils alle neun Jahre sieben J├╝nglinge und sieben Jungfrauen als Tributzahlung nach Kreta schicken, die von Minos zu Minotaurus ins Labyrinth geschickt und so diesem geopfert wurden. Schlie├člich l├Âste Theseus, der sp├Ątere K├Ânig von Athen, das Problem, indem er sich selbst mit der dritten Tributfahrt auf den Weg nach Kreta machte. Minos gestattete Theseus den Zugang zum Labyrinth, in der Hoffnung, dass Theseus vom Minotauros gefressen w├╝rde. Theseus konnte jedoch den Minotauros besiegen und das Labyrinth wieder verlassen. Die kretische Prinzessin Ariadne, die zwar bereits mit Dionysos verlobt war, sich jedoch in den k├╝hnen Recken verliebt hatte, hatte ihm geholfen, indem sie ihm den bekannten Ariadnefaden und sonderbare Pillen aus Pech und Haaren, die in den Rachen des Minotaurus zu werfen waren, gegeben hatte. Der Rat, auf der Suche nach dem Ungeheuer den Faden abzuspulen, kam von Daidalos. Theseus erschien mit dem Haupt in der Hand am Eingang des Labyrinths und entfloh mit Ariadne in der allgemeinen Aufregung, nicht ohne zuvor alle minoischen Schiffe unbrauchbar gemacht zu haben, nach Naxos. Daidalos wurde daraufhin zur Strafe in das leerstehende Labyrinth eingesperrt und entkam sp├Ąter mit seinem Sohn Ikarus. Der Minotauros ist bis in die Gegenwart ein beliebtes Motiv der bildenden Kunst. Ber├╝hmt sind zum Beispiel Darstellungen von Picasso. Darstellungen eines Mischwesens mit Stierkopf und menschlichem K├Ârper finden sich bereits auf Relikten der minoischen Kultur Kretas. In der Literatur hat Friedrich D├╝rrenmatt den Minotaurus in seiner gleichnamigen Ballade neu interpretiert: Vom menschenfressenden Ungeheuer wird er hier zum Opfer undurchschaubarer Umst├Ąnde und zum Sinnbild gegenw├Ąrtiger Orientierungslosigkeit. Der Minotaurus ist der Ich-Erz├Ąhler in Das Haus des Asterion von Jorge Luis Borges. Quelle Text und Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Minotauros


 
   
     
   
     
      © by Nora Runge - Alle Rechte vorbehalten