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  Gedanken im Advent
 

Vor den Parkhäusern lange Schlangen.
Jeder versucht, hinein zu gelangen.
Man versucht es mit Hupen und Gefluche -
schon beginnt der Stress - mit Parkplatzsuche!

Die Stadt erstrahlt im Glanze tausender Lichter,
man sucht ihn vergeblich in der Menschen Gesichter.
Kaum einer ist dazu bereit,
sich einzulassen auf die adventliche Zeit.

Sie hetzen durch die Straßen,
haben Angst irgendwas zu verpassen.
Die Einkaufstaschen wiegen schwer,
aber die Herzen bleiben leer.

Die Schaufenster sind festlich geschmückt,
das Angebot der Geschäfte uns fast erdrückt.
Manch Kind drückt an der Scheibe die Nase sich platt,
liegt da doch, was es auf seinem Wunschzettel hat.

In den Einkaufspassagen, ganz am Rand,
streckt sich aus manch flehende Hand.
Doch nur wenige halten kurz ein -
nur selten fällt ein Geldstück hinein.

Vom Weihnachtsmarkt herüber zieht verlockender Duft,
Weihnachtsweisen klingen durch die Luft.
An den Ständen die Leute sich reihn,
verführt von manch Leckerei und Glühwein.

In den Buden liegen aus,
Teddybär und Puppenhaus,
Eisenbahn und Hampelmann,
alles, was ein Kind sich nur wünschen kann.

Doch keiner der Kleinen schenkt diesen Sachen einen Blick,
damit man heute kein Kinderherz mehr beglückt.
Dazu braucht's Handy, Playstation, Supermann,
Dinge, mit denen man den Freunden imponieren kann.

Vom Karussell her schallt helles Kinderlachen.
Den Kleinsten kann man damit noch eine Freude machen.
Doch ist ein Ritt auf dem Pferdchen vorbei,
wird gefordert ein zweiter, sonst gibt es Geschrei.

Vom nahen Dom hört man die Glocken schlagen.
Es scheint, als würden sie beklagen,
der Menschen Wahnsinn und Vermessenheit
und sie erinnern an den Sinn der Weihnachtszeit.

© by Nora Runge

 




 
   
     
   
     
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