← Zurück zur Liste

Gedichte & Balladen

Die Lust so still

0 Aufrufe
von Wolfgang Müller (von Königswinter?) - (1816 - 1873) Die Lust ist so still und der Wald so stumm An dieser bewachsenen Halde, Ein grüngewölbtes Laubdach ringsum, Ein Wiesenthal unten am Walde. Wildblühende Blumen sprießen umher, Rings fließen süße Düfte, Ohne Rauschen raget der Bäume Meer Hoch in die sonnigen Lüfte. Nur Amselschlag einsam und weit, Und Falkenschrei aus der Höhe, Und nichts Lebendiges weit und breit, Als im Waldthal grasende Rehe. Natur, in dein Leben still und kühl Liege ich selig versunken: Ein süßes Kindermärchengefühl Macht mir die Sinne trunken.