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Gedichte & Balladen

Unendlichkeit

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von Robert Waldmüller (1822 - 1910) Wie sie so himmlisch ruhig droben kreisen, Kein Laut, der je zu uns herüber drang: Sie wandeln ihren stillen, ewig leisen, Geheimnisvollen, wunderbaren Gang. Die Winde sausen aus der fernsten Ferne, Des Weltalls Boten fliehn sie hin und her; Doch bringen sie aus dem Bereich der Sterne Nicht einen Ton, der uns vernehmbar wär'. Vergebens ist des Ohrs gespanntes Lauschen, Der Geist nur überwindet Raum und Zeit, Und ihm ertönt im stummen Sphären-Rauschen Der Donnerruf des Alls: Unendlichkeit!