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Geschichten & Märchen

FOX FELI 1

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Das Leben meines ersten Autos

Alles begann im Februar 1998, mit meinem Führerschein, den ich nach der 4. Prüfung am 18.01.1998 endlich bestanden hatte, so war ich auf der Suche nach einem Auto, das nicht älter als drei Jahre war und nicht mehr als 16000 DM kostete. Eben das, was sich ein Industriemechaniker-Lehrling leisten kann ohne beim Unterhalt auf die Nase zu fallen. Damals hatte ich mich vorher schon auf zwei Fahrzeugtypen festgelegt. Der eine war ein LANCIA Y10 (Schwackeliste BJ 96, 6000 DM bei 30 TKm, den es leider nicht bei meinem Händler gab) oder doch lieber den SKODA FELICIA 1.3GLXi. So war ich bei einem smaragdgrünen SKODA FELICIA , allerdings nicht wie von mir gewünschten 1.3GLXi, sondern bei einem 1.6GLX Sondermodell Alu Top Baujahr 1997 gelandet, was mich nicht sehr störte, da beide Autos in der selben Versicherungsklasse lagen und bei den Steuern der Unterschied nicht so groß war. Den Felicia hatte ich über meine Mutter zugelassen, damit ich in der Versicherungen nicht so hoch einsteigen musste.

Nur am Rande erwähnt, ich hatte damals die Wahl zwischen zwei Felicias mit gleicher Ausstattung und Motorisierung, nur dass der zweite Baujahr 02/1996 war. Der zweite wurde auch noch mein Eigentum, aber dazu später.
Wo war ich stehen geblieben..........

Der Kauf meines ersten Autos mit meinen Eltern.

Es war der letzte Sonnabendmorgen (in einigen Regionen auch Samstag genannt) im Januar 1998, als ich meine Eltern zu dem Skoda Händler in Cottbus gefahren hatte, bei dem mein Vater damals die Felicias stehen sah. Es waren damals die einzigsten Felicias, die der Händler als Gebrauchte hatte. Ich hatte mich damals für den Neueren von den Beiden entschieden. So kaufte ich den Felicia mit 21000 Km auf dem Tacho und konnte ihn dann eine Woche später zugelassen abholen. Es war eine lange Woche für mich, da ich diese Woche auch noch im Internat der Berufsschule war. Endlich war es wieder Sonnabend und ich wusste, dass ich mein Auto "Heute" abholen kann.

Die letzten drei Tage des ersten Felicias SPN-CA 283

Ich übernahm das Auto am ersten Februarsonnabend, womit das Todesurteil für das Auto drei Tage später besiegelt wurde. Ich fuhr mit dem Auto nach Hause und war stolz, dass ich endlich ein eigenes Auto hatte. Am Nachmittag war auch mein Vater gespannt auf das Auto und wir machten einen Ausflug in die nähere Umgebung von Drebkau. Das heißt, es ging um die Tagebaue (teilweise Restlöcher), wovon es drei Stück gibt. Somit hatte der Felicia die Hälfte seines Restlebens schon hinter sich. Am Sonntag schloss meine Mutter die Vollkasko Versicherung für mein (ihr) Auto ab, dafür bin ich heute noch dankbar, und wir machten noch einen Ausflug in die Umwelt von Cottbus. Das war der letzte Tag, den mein Auto komplett überlebt hatte. Am nächsten Morgen wurde ich wie immer um vier Uhr früh aus dem Bett geschmissen, und ich hatte noch gut eine Stunde bis zum Unfall. Ich machte mich fertig um auf Arbeit zu fahren mit meinem Auto. Ich scherzte noch mit meiner Mutter, dass ich anrufen werde, wenn ich auf Arbeit angekommen bin. Also fuhr ich los. Ich war den Weg schon oft genug mit meiner Mutter gefahren als ich noch kein eigenes Auto hatte, da meine Ausbildungsstelle auf ihrem Weg zur Arbeit lag. Ich fuhr den Weg das erste Mal alleine und es kam in einer Kurve zum Unfall.

DER UNFALL

Ich weiß bis Heute noch nicht, warum es passiert ist (es wird wohl immer ein Rätsel für mich und alle Anderen bleiben). Es ging alles sehr schnell, daher schreib ich das, was ich noch in Erinnerung hab. Ich war mit der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 70 Km/h gefahren, da die Strecke weder feucht noch gefroren war. Es war gegen vier Uhr fünfundvierzig, als ich in einer Linkskurve auf den Streusandstreifen geriet und ins Schleudern kam. Dadurch kam ich von der Strasse ab, fällte drei kleine Kiefern, zwei Leitpfosten und einen größeren Laubbaum (der mir wahrscheinlich das Leben gerettet hat) und flog cirka dreißig Meter über die Böschung der Strasse in die Großgerätetrasse des Tagebaus Welzow Süd. Wie ein Wunder ist mir nichts passiert und ich konnte Hilfe holen. Es dauerte cirka 15 Minuten bis ich ein Auto anhalten konnte, das dann den Leitstand des Tagebaus Welzow Süd informierte, womit sich dann die normale Rettungskette in Bewegung setzte (Polizei, Werksfeuerwehr, Eltern und Abschleppdienst). Ich hatte mich wieder zurück zu meinem Auto begeben, um zu sehen was los war. Ich bemerkte die Feuerwehr und ging wieder zur Strasse, aber da war es schon zu spät. Sie war dran vorbei gefahren. Also wartete ich an der Strasse noch cirka fünf Minuten bis sie zurückkam. Danach trafen meine Eltern ein, später auch die Polizei und der Abschleppdienst.

Das Ergebnis war ein Bußgeld von 75 DM und ein Auto was Schrott war. Die Versicherung zahlte "ohne" Bedenken den Schaden.

Von diesem Geld hab ich mein zweites Auto gekauft, den andern grünen Felicia.

Themen: Texte von Fox