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Gedichte & Balladen

... Achim von Arnim (1781-1831)

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Quelle Text und Bild: Wikipedia

Achim von Arnim (eigentlich Carl Joachim Friedrich Ludwig von Arnim; * 26. Januar 1781 in Berlin; † 21. Januar 1831 in Schloss Wiepersdorf, Kreis Jüterbog) war ein deutscher Schriftsteller. Neben Clemens Brentano und Joseph von Eichendorff gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der Heidelberger Romantik.

Leben
1781 bis 1800 [Bearbeiten]Arnims Vater war der wohlhabende Königlich Preußische Kammerherr Joachim Erdmann von Arnim, der aus dem uckermärkischen Familienzweig Blankensee stammt und Gesandter des preußischen Königs in Kopenhagen und Dresden und später Intendant der Berliner Königlichen Oper war. Arnims Mutter Amalia Carolina Labes starb bei seiner Geburt.

Arnim verbrachte Kindheit und Jugend bei seiner Großmutter Elisabeth Baronin von Labes in Berlin, wo er von 1793 bis 1798 das Joachimsthalsche Gymnasium besuchte. Er studierte von 1798 bis 1801 Rechts- und Naturwissenschaften und Mathematik in Halle (Saale) und schrieb zahlreiche Beiträge für naturwissenschaftliche Zeitschriften, u.a. den Versuch einer Theorie der elektrischen Erscheinungen und Aufsätze in den Annalen der Physik.

Er wurde durch die Lektüre der Werke Johann Wolfgang Goethes und der Schriften Johann Gottfried Herders darin bestärkt, Schriftsteller zu werden und sich besonders um die sogenannte Volkspoesie zu kümmern. Im Haus des Komponisten Johann Friedrich Reichardt lernte er Ludwig Tieck kennen, der ihn in seinen literarischen Ambitionen bestärkte. 1800 wechselte Arnim zum naturwissenschaftlichen Studium nach Göttingen, wo er Johann Wolfgang von Goethe und Clemens Brentano begegnete.

1801 bis 1809
Mit Brentano verband Arnim eine lebenslange Freundschaft und Arbeitsgemeinschaft. Arnim unternahm von 1801 bis 1804 eine Bildungsreise quer durch Europa mit seinem Bruder Karl Otto, um Volkslieder zu sammeln. 1802 begegnete er in Frankfurt erstmals seiner späteren Frau Bettina und bereiste zusammen mit Brentano den Rhein. In Paris traf Arnim 1803 erstmals mit Friedrich und Dorothea Schlegel zusammen. In diesem Jahr reiste Arnim nach London und blieb bis Sommer 1804 in England und Schottland.

Nach seiner Rückkehr entwarfen Arnim und Brentano erste konkrete Pläne zur Herausgabe einer Volksliedersammlung, die schließlich 1805 unter dem Titel Des Knaben Wunderhorn erschien. Arnim ging mit Goethe in Weimar die gesammelten und teils von Arnim und Brentano stark bearbeiteten Lieder der Sammlung durch. In Heidelberg, wo Arnim nun wohnte, arbeitete er mit Brentano, Eichendorff, Joseph Görres, Justinus Kerner, Tieck und Philipp Otto Runge zusammen. Dieser Kreis wandte sich aus politischen Gründen dem Mittelalter zu, um über diese Epoche eine nationale Einheit zu stiften, der ästhetische Aspekt interessierte dabei weniger. [1]

1806 veröffentlichte Arnim eine Sammlung Kriegslieder, mit denen er sich in der Auseinandersetzung zwischen Frankreich und Preußen als preußischer Patriot positionierte. Wegen der Niederlage Preußens musste Arnim eine Reise zu Brentano unterbrechen und nach Berlin umkehren. Er ging im November nach Königsberg, wohin der preußische Hof geflohen war. Dort traf er mit Heinrich von Kleist und Max von Schenkendorf zusammen.

1807 reiste Arnim nach Weimar um mit Goethe erneut die Volksliedersammlung zu besprechen. Bettina Brentano war ebenfalls dort. In diesem Jahr stellten Arnim und Brentano den zweiten und dritten Band des Wunderhorns zusammen. Arnim traf in dieser Zeit u.a. die Brüder Grimm. Nach dem Frieden von Tilsit siedelte Arnim nach Kassel über und beendete mit Brentano die Arbeit an der Volksliedersammlung. 1808 gab Arnim in Heidelberg die romantische Zeitung für Einsiedler heraus, und der zweite und dritte Band des Wunderhorns erschienen. Ein drittes Zusammentreffen mit Goethe folgte im November. Seit 1809 lebte Arnim in Berlin, wo er sich erfolglos um ein Amt im preußischen Staatsdienst bewarb.

1810 bis 1831
In Berlin arbeitete Arnim für Kleists Berliner Abendblätter und gründete 1811 die Deutsche Tischgesellschaft, später Christlich-Teutsche Tischgesellschaft genannte patriotische Vereinigung, zu der u.a. Ernst Moritz Arndt, Adalbert von Chamisso und Friedrich de la Motte Fouqué gehörten und in der, wie auch in den Burschenschaften, nur christlich getaufte Männer Zutritt hatten. [2]

1810 verlobte sich Arnim mit Bettina, das Paar heiratete am 11. März 1811. Die Arnims hatten sieben Kinder: Freimund, Siegmund, Friedmund, Kühnemund, Maximiliane, Armgart, und Gisela von Arnim. Die Ehe war nicht glücklich, das Paar lebte meist getrennt (sie in Berlin, er auf Schloss Wiepersdorf). 1813 nahm Arnim als Hauptmann eines Berliner Landsturmbataillons am Befreiungskrieg gegen Napoleon teil. Von Oktober 1813 bis Februar 1814 war er Herausgeber der Berliner Tageszeitung Der Preußische Correspondent, gab diese Stellung aber wegen der Zensurbestimmungen auf.

Von 1814 bis zu seinem Tode 1831 (Gehirnschlag) lebte Arnim überwiegend – unterbrochen von gelegentlichen Reisen und längeren Berlinaufenthalten – auf seinem Gut Schloss Wiepersdorf und nahm mit zahlreichen Artikeln und Erzählungen in Zeitungen, Zeitschriften und Almanachen sowie mit Buchveröffentlichungen am literarischen Leben Berlins teil. Seine Frau und die Kinder lebten vor allem in Berlin. 1820 besuchte Arnim Ludwig Uhland, Justinus Kerner, die Brüder Grimm und zum letzten Mal Goethe in Weimar. Der öffentliche Streit Bettinas mit Goethes Frau Christiane führte zum Besuchsverbot für die Arnims.

In seinen letzten Lebensjahren hatte Arnim immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Großer literarischer Erfolg blieb aus. Achim von Arnim starb am 26. Januar 1831 auf Schloss Wiepersdorf.

Werk
Arnim hinterließ eine Fülle von Dramen, Novellen, Erzählungen, Romanen, Gedichten und journalistischen Arbeiten. Er wird heute zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Romantik gezählt.

Vor allem über das Wunderhorn wirkte er auf Spätromantiker und Realisten ein wie etwa Eduard Mörike, Heinrich Heine, Ludwig Uhland und Theodor Storm. Die Sammlung enthält etwa 600 Bearbeitungen deutscher Volkslieder und gehört zu den wichtigsten Zeugnissen einer von der Romantik propagierten Volksdichtung. Enthalten sind Liebes-, Kinder-, Kriegs- und Wanderlieder vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Goethe empfahl Des Knaben Wunderhorn zur Lektüre über alle Standesgrenzen hinweg, da es ihm für die einfachste Küche ebenso wie für das Klavier der Gelehrten geeignet erschien. [3]

Arnims Novellen zeugen von der Hinwendung des Autors zum Übernatürlichen. Die Erzählung Isabella von Ägypten vermischt Fiktion und Realität und nimmt so Elemente des Surrealismus vorweg; die traumhafte Phantastik wird mit historischen Bezügen verbunden. Poetologisch stellte Arnim seine Literatur in den Dienst der politischen Erneuerung, die er nicht durch politische Arbeit, sondern in der Kunst verwirklichen wollte. Deshalb hat er öfter volkstümliche Stoffe wiederbelebt. Arnims unvollendet gebliebener Roman Die Kronenwächter trieb die Erneuerung des historischen Romans in Deutschland voran. Er zeigt Missstände von Arnims Gegenwart in Form einer geschichtlichen Erzählung.

Als Lyriker wird Arnim weniger als die Zeitgenossen Brentano un Eichendorff wahrgenommen, obwohl er ein reiches und vielgestaltiges lyrisches Werk hinterlassen hat; auch fast alle seine erzählerischen Werke enthalten Gedichte und Lieder.

Die zeitgenössischen Urteile über Arnim gingen weit auseinander: Heine schrieb, Arnim sei ein großer Dichter und einer der originellsten Köpfe der romantischen Schule. Die Freunde des Phantastischen würden an diesem Dichter mehr als an jedem anderen deutschen Schriftsteller Geschmack finden. Goethes dagegen sah Arnims Werk als ein Fass, an dem der Küfer vergessen habe, die Reifen festzuschlagen. [4]

Arnims umfangreiche Bibliothek wurde von der Weimarer Hofbibliothek übernommen. 1995 gründeten die Herausgeber der historisch-kritischen Weimarer Arnim Ausgabe (WAA) die Internationale Arnim-Gesellschaft mit Sitz in Erlangen.

Zitat
Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen, die Geschichte ist der allgemeinste Ausdruck dafür, das Schicksal führt das große Schauspiel auf. [5]

Werke

Romane
Hollin's Liebeleben. 1802
Ariel's Offenbarungen. 1804
Armut, Reichtum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores. 1810
Die Kronenwächter. Band 1: Bertholds erstes und zweites Leben. 1817 (fragmentarischer Band 2 1854)

Erzählungen
Aloys und Rose. 1803
Erzählungen von Schauspielen. 1803
Der Wintergarten. Sammlung in 2 Bänden. 1809
Isabella von Ägypten. Kaiser Karl des Fünften erste Jugendliebe. 1812
Melück Maria Blainville. 1812
Die drei liebreichen Schwestern und der glückliche Färber. 1812
Die Einquartierung im Pfarrhause. Eine Erzählung aus dem letzten Kriege. 1817
Frau von Saverne. 1817
Die Weihnachts-Ausstellung. 1817
Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau. 1818
Seltsames Begegnen und Wiedersehen. 1818
Die zerbrochene Postkutsche. 1818
Juvenis. 1818
Angelica, die Genueserin, und Cosmus, der Seilspringer.1818
Fürst Ganzgott und Sänger Halbgott. 1818
Die Majoratsherren. 1820
Owen Tudor. 1820
Die Kirchenordnung. 1822
Raphael und seine Nachbarinnen. 1824
Die Verkleidungen des französischen Hofmeisters und seines deutschen Zöglings. 1824
Landhausleben. Sammlung. 1826

Dramen
Halle und Jerusalem. Studentenspiel und Pilgerabenteuer. 1811
Schaubühne. Sammlung. 1813
Die Gleichen. 1819
Die Päpstin Johanna. 1846

Lyrik
Des Knaben Wunderhorn. Volksliedersammlung in 3 Bänden. Mit Clemens Brentano. 1805, 1806 und 1808
Kriegslieder. 1806
Gedichte. 1856, 1976

Verschiedenes
Von Volksliedern. 1805
Tröst Einsamkeit. Buchausgabe der von Arnim herausgegebenen Zeitung für Einsiedler. 1808
Christopher Marlowe: Doktor Faustus. Übersetzung und Vorwort von Arnim. 1818
Aufsätze und Erinnerungen eines Reisenden. 1829

Dieser Text wurde entnommen:
"http://de.wikipedia.org/wiki/Achim_von_Arnim“