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Gedichte & Balladen

Sehnsucht

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von Theodor Körner (1791 bis 1813) Kennst du der Sehnsucht Schmerzen Tief im Herzen? Ein glühend Verlangen, Ein ewiges Bangen, Ein ewiges Streben! Wie Qual und Lust So still in der Brust Mit tiefem Beben Sich innig verweben! Weit in die Ferne, Himmelwärts, In den Kreis der Sterne Sehnt sich das Herz. Ein schöner Morgen Bricht glühend heran; Doch der Liebe Sorgen Zerstören den Wahn. Ach, daß es doch bliebe, Dies Paradies! Der Wahn der Liebe Ist gar so süß. Es ist der Gottheit lebendiger Strahl, Und das Leben entflieht mit dem Ideal!