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Gedichte & Balladen

Ein Frühlingsabend

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von Georg Trakl (1887-1914) Ein Strauch voll Larven; Abendföhn im März; Ein toller Hund läuft durch ein ödes Feld Durchs braune Dorf des Priesters Glocke schellt; Ein kahler Baum krümmt sich in schwarzem Schmerz. Im Schatten alter Dächer blutet Mais; O Süße, die der Spatzen Hunger stillt. Durch das vergilbte Rohr bricht scheu ein Wild. O Einsamstehn vor Wassern still und weiß. Unsäglich ragt des Nussbaums Traumgestalt. Den Freund erfreut der Knaben bäurisch Spiel. Verfallene Hütten, abgelebt' Gefühl; Die Wolken wandern tief und schwarz geballt.