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Gedichte & Balladen

Stadt

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von Paul Boldt (1885-1918) Unsere Stadt ist gar nicht absolut. In die roten, gefleckten Wolkenmassen Sinken die Häuser abends wie zerlassen. Voller Detail. Straßen und Lampenflut. Behändetes Café voll Köpfen kocht. Im Rock aus Schrei steht Litfaßsäule steif. Wind fliegt vorbei als dunkler Pferdeschweif. Und Hurenlächeln brennt am Kleiderdocht. Tagestrottoir beschreiten dunkel Träger. Kleider mit alten Flecken roten Munds. Antlitz, auf Hirn gefaltet, friert blutlos. Ach: nahten reicherblutig Wälder uns Der Stadt entschritten! Und wärmend und bloß Himmel der Farbige, der blaue Neger.