← Zurück zur Liste

Gedichte & Balladen

Das Licht

0 Aufrufe
von Gustav Falke (1853-1916) Ein Traum nur war es, ein Gesicht, aus Dämmerung geboren: es kam des Wegs ein kleines Licht, als hätts den Weg verloren. Es zitterte und schwankte sacht und flackerte im Winde; getragen ward es durch die Nacht von einem zarten Kinde. Das schützte mit der rechten Hand das Flämmchen, mit der feinen, es glänzte durch die Fingerwand ein rosenrotes Scheinen. Was bist du für ein Seelchen, Kind? sprach ich aus meinem Traume. Sogleich erlosch das Licht im Wind, und dunkel wars im Raume.