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Geschichten & Märchen

*PERSILSCHEIN FUER AERZTE*

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Jankele hatte Beschwerden. Starke Schmerzen und Blutverlust. Auf staendiges Draengen und Vorhaltungen liess er sich „erschlagen“, und begab sich zu einer Untersuchung. Im Nachhinein eines seiner groessten Lebensfehler. Eine Aerztin untersuchte ihn, und wurde dann hektisch. Obwohl ein Telefon im Raum stand, verliess sie den Raum mit dem Hinweis, sie muesse eine Kollegin anrufen und sofort einen Termin fuer Jankele vereinbaren. Sonderbar. Wieso telefonierte sie nicht aus dem Raum wo sich Jankele befand ?. Als sie wieder da war, wurde Jankele beigebracht, dass es kein Spass mehr sei, und er sofort und unverzueglich am naechsten Tag bei der Kollegin in einer anderen Stadt vorstellig werden sollte. Jankele wollte nun wissen was denn so ploetzlich zur Eile drang. Es waere ein grosser Tumor zu ertasten gewesen. Nun sollte dieser genauestens untersucht werden. Na dann, Halleluja. Am naechsten Tag fuhr Jankele zur angegebenen Adresse und wartete, wie immer bei diesen Goettern in Weiss. Nach ueber dreissig Minuten wurde er gerufen. Ich bin Dr. fuer Inneres, kommen sie zur Besprechung. Die Besprechung war der Witz des Tages. Sie „besprach“ die Sache allein. So Jankele etwas sagte hiess es sofort: „Wenn sie nicht wollen, ist es schade um meine Zeit“. Jankeles Einwaende, dass er so etwas noch nie mitgemacht habe, stoerte ueberhaupt nicht. Zudem war diese feine Aerztin eine Russin, und da hatte Jankele so seine Erfahrungen – negative – und noch sehbare. Solche Arzte/Aerztinnen wissen genau, dass der Patient mit sehr grossen Schmerzen kommt, und nutzen dies schamlos aus, und draengen den Patienten in die Ecke, im Sinne von – entweder oder. Dabei ist auch nicht zu uebersehen, dass es um den Verdienst geht. Je mehr Untersuchungen, desto schneller zum Sportwagen und Reichtum. Jankele hielt seine Klappe, damit diese Aerztin ihren Vers runterleiern konnte. Der dicke Hammer kam aber doch noch, als Jankele einen Vordruck unterschreiben musste, der besagt, dass solche Aerztin total frei ausgeht, so sie Pfusch betreibt. Egal ob es sich bei solcher Untersuchung um Fehlverhalten oder sogar um eine dann notwendige Not-OP handeln wuerde – er musste dem allem zustimmen. Mit anderen Worten waere Jankele fuer jegliches Fehlverhalten dieser Aerztin selbst verantwortlich, und koennte nichts gegen diese Aerztin unternehmen. Ein Persilschein fuer die Medizin. Bei solchen Aerzten blitzt der Euro in beiden Augen. Eine „gute Klinik“ fuer die OP haette sie auch schon. Vielleicht muss diese Klinik Betten belegen, und sie sorgt dann dafuer. Wenn es sein muss sogar mit einer Not-OP. Ausserdem hatte die erste Untersuchung schon fuer Jankele gereicht. Die Schmerzen wurden unertraeglich. Aber vielleicht war es das Ansinnen dieser Aerzte, um so den Eurofluss in Bewegung zu halten. Jankeles Meinung war die einzig richtige Meinung. Nie einem Arzt oder Aerztin trauen, da diese in der heutigen Zeit nur auf den Verdienst aus sind. Natuerlich wird Jankele den Termin bei dem Schlachthof absagen, da auf Jankeles Ansinnen gar nicht erst Bezug genommen wurde. Wie erwaehnt: „Entweder machen sie dies wie ich, die Goettin in Weiss, das will oder sie koennen gehen“. Klar, solche Aerztin hat Hunderte vor der Tuer, die ihr vor lauter Schmerzen und Todesangst die Fuesse kuessen, als auch diese als Heilige huldigen. Aber lieber verreckt Jankele, anstatt sich dort totoperieren oder untersuchen zu lassen. Natuerlich kommen nun die Leute, die fuer ihre Aerzte schwaermen, und geben an, wie lebenswichtig solche Dinge sind. Jeder Mensch trage Verantwortung fuer Andere. Das ist alles Humbug. Jeder Mensch sollte besser wissen, was fuer ihn gut ist – und was nicht. Solche arroganten Aerzte wissen genau was sie zu sagen haben, um Menschen in Panik zu bringen, damit sie alles unterschreiben – sogar bis hin zum sicheren Tod. Und von solchen armen Menschen leben diese „Aerzte/Aerztinnen“. Sie spielen ihre Macht aus, und lassen jegliche Verantwortung bei dem Patienten, damit sie weiterhin „Pfuschen“ koennen. Denn bei gefaehrlichen Vorkommnissen waschen sich diese immer die Haende in Unschuld – zumal der Patient doch „freiwillig“ unterschrieben hat – das er alles weiss, und die Mediziner/in frei spricht von jeglichen Irrtuemern und Fehlverhalten. Leider gibt es Tausende, die keinen anderen Ausweg sehen, als allem zuzustimmen. Und gerade das wissen diese feinen Aerzte/Aerztinnen. Es gibt nur sehr, sehr wenige Menschen, die trotz sehr grosser Schmerzen sich dazu durchringen und auch Nein sagen. Und dazu gehoert Jankele. Er wird ohne diese Todesengel laenger leben – trotz Schmerzen. Und nun koennt ihr schreiben, wie notwendig das alles ist, was dieses Weissen so von sich lassen. Jankeles Meinung: „Sollen sie Geld scheffeln mit den *dummen Menschen*, die sich noch alles vormachen lassen, und denen erzaehlt wird, wie schnell sie sterben koennten, so sie dies oder jenes nicht machen lassen. Als Jankele versuchte das Wort Metastasen anzubringen, wurde dies mit einem Fast-Lachen abgetan – das waere doch nur Spinnerei. Allein diese Antwort zeigte Jankele, dass nur das Geld fuer diese Aerztin im Vordergrund steht. Aber Jankele ruft gluecklich: „Trotz riesigen Schmerzen lebe ich noch, und bin nicht irgendwo in einer Stadt auf einem Tisch krepiert“. © by Duncan Smile

Themen: DUNCAN SMILE