Gedichte & Balladen

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Balladen

Die drei Indianer

von Nikolaus Lenau (1802-1850) Mächtig zürnt der Himmel im Gewitter, schmettert manche Rieseneich' in Splitter, übertönt des Niagara Stimme, und mit seiner Blitze Flammenruten peitscht er schneller die beschäumten Fluten, dass sie stürzen mit empörtem Grimme. …

Nikolaus Lenau

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Gedichte & Verse

O meine müden Füße ihr müßt tanzen

von Georg Büchner (1813-1837) O meine müden Füße ihr müßt tanzen In bunten Schuhen, Und möchtet lieber tief, tief Im Boden ruhen. O meine heißen Wangen, ihr müsst glühen Im wilden Kosen, Und möchtet lieber blühen Zwei weiße Rosen. O meine armen Augen, ihr müss …

Georg Büchner

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Gedichte & Verse

Herbst im Fluss

von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Der Strom trug das ins Wasser gestreute Laub der Bäume fort. Ich dachte an alte Leute Die auswandern ohne ein Klagewort. Die Blätter treiben und trudeln, Gewendet von Winden und Strudeln Gezügig, und sinken dann still. Wie je …

Herbst

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Gedichte & Verse

Herbstentschluss

von Nikolaus Lenau (1802-1850) Trübe Wolken, Herbstesluft, Einsam wandl' ich meine Straßen, Welkes Laub, kein Vogel ruft. Ach, wie stille! wie verlassen! Todeskühl der Winter naht; Wo sind, Wälder, eure Wonnen? Fluren, eurer vollen Saat Goldne Wellen sind verr …

Herbst

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Gedichte & Verse

Im Herbst

von Wilhelm Busch (1832-1908) Der schöne Sommer ging von hinnen, Der Herbst, der reiche, zog ins Land. Nun weben all die guten Spinnen So manches feine Festgewand. Sie weben zu des Tages Feier Mit kunstgeübtem Hinterbein Ganz allerliebste Elfenschleier Als Sch …

Herbst

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Gedichte & Verse

Versöhnung

von Wilhelm Hertz (1835 - 1902) O laß mich stehn an deinem Grabe! Ach, nicht das Grab ist's, das uns schied; Du bist's, die ich geliebet habe, Und die so bitter mich verriet. Du bist dahin. - Dir sei vergeben, Warst du doch einstens all mein Glück. Die ich ver …

Wilhelm Hertz

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Gedichte & Verse

Gute Nacht

von Betty Paoli (1814-1894) Im tiefsten Innern Ein süß Erinnern Und einen Gruß Zum Tagesschluß. Daß Gottes Güte Mein Glück behüte, Daß seine Treu' Stets mit dir sei; Daß deine Seele Sich mir vermähle Auf ewiglich: Das bete ich. Auf ihn nur zähl' ich, Uns beid …

Betty Paoli

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Gedichte & Verse

Trost in Thränen

von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) Wie kommt's, daß du so traurig bist, Da alles froh erscheint? Man sieht dir's an den Augen an, Gewiß, du hast geweint. "Und hab' ich einsam auch geweint, So ist's mein eigner Schmerz, Und Thränen fließen gar so süß, E …

Johann Wolfgang von Goethe

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Gedichte & Verse

Du bist wie eine Blume,

von Heinrich Heine (1797-1856) So hold und schön und rein; Ich schau' dich an, und Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände Auf's Haupt dir legen sollt', Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold.

Heinrich Heine

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Gedichte & Verse

Mütter

von Rehkitz Nur wer vergessen ist, ist tot. Mütter werden niemals sterben, so lange ihre Kinder leben. Diese Zeilen wurden mit freundlicher Genehmigung der Autorin übernommen.

Mutter

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Gedichte & Verse

Gute Stunden

von Karl Stelter (1823 - 1912) Zähle nicht die bangen Stunden, Die des Lebens Nacht entsteigen; Zähle nur, wenn sie entschwunden, Wie viel Sterne sie dir zeigen. Denn aus diesen lichten Sternen, Die am Abendhimmel leuchten, Kannst den sichern Trost du lernen, …

Karl Stelter

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Gedichte & Verse

Zum Ziele

von Julius Sturm (1816-1896) Keiner kann im leichten Spiel Dieses Lebens Preis erjagen; Fest ins Auge faß dein Ziel, Bis die Pulse höher schlagen Und sich dir an Fuß und Hand Wieder straff die Sehne spannt. Und so wandre Schritt für Schritt Den Gefahren kühn e …

Julius Sturm

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