von Wilhelm Busch (1832-1908) Mich wurmt es, wenn ich nur dran denke. – Es saß zu München in der Schenke Ein Protz mit dunkelroter Nase Beim elften oder zwölften Glase. Da schlich sich kümmerlich heran Ein armer alter Bettelmann, Zog vor dem Protzen seinen Hut …
von Wilhelm Busch (1832-1908) In seinem Garten freudevoll Geht hier ein Gärtner namens Knoll. Doch seine Freudigkeit vergeht, Ein Maulwurf wühlt im Pflanzenbeet. Schnell eilt er fort und holt die Hacke, Dass er den schwarzen Wühler packe. Jetzt ist vor allem a …
von Wolfgang Müller (von Königswinter?) - (1816 - 1873) Die Lust ist so still und der Wald so stumm An dieser bewachsenen Halde, Ein grüngewölbtes Laubdach ringsum, Ein Wiesenthal unten am Walde. Wildblühende Blumen sprießen umher, Rings fließen süße Düfte, Oh …
von Martin Greif (1839-1911) Juninächte, sternenlose, In dem Blütenmond der Rose! Da das bange Herz dazu Lieb' durchstürmte ohne Ruh'. Blitzgezuck und Wetterleuchten! Und die Nachtigall im feuchten, Taubenetzten Busche tief Wunderbare Laute rief. Hatten uns so …
von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) O glücklich, wer ein Herz gefunden, Das nur in Liebe denkt und sinnt, Und, mit der Liebe treu verbunden, Sein schön'res Leben erst beginnt! Wo liebend sich zwei Herzen einen, Nur eins zu sein in Freud' …
von Otto Banck (1824 - 1916) Wie schlief dir hinter Berg und Thal In deines Lebens Morgen Noch all die tiefste Wonn' und Qual Verborgen! Du standst so keck und lose, Du knospende Gestalt, Wie eine wilde Rose Im Wald. Warst ja die lust'ge Jägermaid, Abends wie …
von Emanuel Geibel (1815-1884) Wenn still mit seinen letzten Flammen Der Abend in das Meer versank, Dann wandeln traulich wir zusammen Am Ufer in dem Buchengang. Wir sehn den Mond durch Wolken steigen, Wir hören gern die Nachtigall; Wir atmen Düfte, doch wir s …
von Heinrich von Wedell (1842 - Todesjahr unbekannt) Du hast ein Herz gefunden; Hell durch die Seele bricht Nach sturmbewegten Stunden Der Liebe Sonnenlicht. Was deinen Geist umschwebte Im süßen Traum der Nacht, Was selig dich durchbebte, so oft du sein gedach …
Bernhard Ferdinand Julius Endrulat (* 24. August 1828 in Berlin; † 17. Februar 1886 in Posen) war ein deutscher Philologe, Historiker und Archivar. Leben Bernhard Ferdinand Julius Endrulat wurde am 24. August 1828 in Berlin geboren. Zunächst auf der königliche …
vonLudwig Pfau (1821 - 1894) Das Grab hat dich verschlungen, Da schlummert dein Gebein; Das Sterbelied ist verklungen, Wer denkt noch fürder dein? Ach! alle sind verschwunden, Die einst geweint mit mir; Ich hab' allein gefunden Den stillen Weg zu dir. Ich kann …
Karl Ludwig Pfau (* 25. August 1821 in Heilbronn; † 12. April 1894 in Stuttgart) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Revolutionär. Leben Ludwig Pfau wurde als Sohn eines Gärtners geboren. Nach dem Besuch des Heilbronner Karlsgymnasiums zog er 1839 …
von August Sturm (1852 - 1923) Die holden Vöglein sind erwacht Wohl über Nacht Mit reichen Liedersegen: Bald singt im Hain die Nachtigall Mit süßem Schall Der Nachtigall entgegen! Die duft'gen Blumen sind erwacht Wohl über Nacht, Es blüht auf allen Wegen! Bald …