Im Sturm hast Du mein Herz erobert. Im Sturm werd' ich Dein Segel halten. Versuchen Dir die Wellen zu glätten, in der Welt uns gegenseitig zu retten. Uns fest aneinander halten … im Sturm der Liebe. Im Sturm werd' ich Dein Segel halten. Versuchen Dir die Welle …
von Fritz Ebensen Vor dem Terrarium steht eine Schlange, sehr lange. Sie weiß nicht wie und wo und wann, sie nach Hause kann. Ein Teil der Schlange, der hat Karten, sie muss warten. Die Uhr tickt. Sie denkt, ach, wäre ich schlau, um Acht beginnt die Tagesschau …
von Fritz Ebensen Zu dumm, sprach da die Schwalbe, nun brauch' ich doch die Salbe. Jetzt hat mein Bruder, dieses Luder, über Nacht den Sommer gemacht. Zu mir sagt er, es kommt viel später. Ein Hoch auf Peter.
von Elisabeth Dauthendy (1854 - 1943) Ein Augenblick im Meer der Zeiten, in dem die stillen Stimmen tönen, die sonst der Tag verdeckt mit seinem lauten Schrei'n. Der Augenblick, in dem die Kerzen brennen, die heiligen Kerzen, die der Liebe leuchten, da jedes H …
von Wilhelm Busch (1832-1908) Das grosse Glück, noch klein zu sein, sieht wohl der Mensch als Kind nicht ein, und möchte, dass er ungefähr schon 16 oder 17 wär. Doch dann mit 18 denkt er: Halt, wer über 20 ist, ist alt. Kaum ist die 20 grad geschafft, erschein …
von Georg Büchner (1813-1837) O meine müden Füße ihr müßt tanzen In bunten Schuhen, Und möchtet lieber tief, tief Im Boden ruhen. O meine heißen Wangen, ihr müsst glühen Im wilden Kosen, Und möchtet lieber blühen Zwei weiße Rosen. O meine armen Augen, ihr müss …
von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Der Strom trug das ins Wasser gestreute Laub der Bäume fort. Ich dachte an alte Leute Die auswandern ohne ein Klagewort. Die Blätter treiben und trudeln, Gewendet von Winden und Strudeln Gezügig, und sinken dann still. Wie je …
von Nikolaus Lenau (1802-1850) Trübe Wolken, Herbstesluft, Einsam wandl' ich meine Straßen, Welkes Laub, kein Vogel ruft. Ach, wie stille! wie verlassen! Todeskühl der Winter naht; Wo sind, Wälder, eure Wonnen? Fluren, eurer vollen Saat Goldne Wellen sind verr …
von Wilhelm Busch (1832-1908) Der schöne Sommer ging von hinnen, Der Herbst, der reiche, zog ins Land. Nun weben all die guten Spinnen So manches feine Festgewand. Sie weben zu des Tages Feier Mit kunstgeübtem Hinterbein Ganz allerliebste Elfenschleier Als Sch …
von Wilhelm Hertz (1835 - 1902) O laß mich stehn an deinem Grabe! Ach, nicht das Grab ist's, das uns schied; Du bist's, die ich geliebet habe, Und die so bitter mich verriet. Du bist dahin. - Dir sei vergeben, Warst du doch einstens all mein Glück. Die ich ver …
von Betty Paoli (1814-1894) Im tiefsten Innern Ein süß Erinnern Und einen Gruß Zum Tagesschluß. Daß Gottes Güte Mein Glück behüte, Daß seine Treu' Stets mit dir sei; Daß deine Seele Sich mir vermähle Auf ewiglich: Das bete ich. Auf ihn nur zähl' ich, Uns beid …