von Heinrich Hoffmann Wenn die Kinder artig sind, kommt zu ihnen das Christkind. Wenn sie ihre Suppe essen und das Brot auch nicht vergessen, wenn sie, ohne Lärm zu machen, still sind bei den Siebensachen, beim Spazierengehn auf den Gassen von Mama sich führen …
von Isabella Braun (1815-1886) Weinbeer, Mandeln, Sultaninen, süße Feigen und Rosinen, welsche Nüsse - fein geschnitten, Zitronat auch - muß ich bitten! - Birnenschnitze doch zumeist und dazu den Kirschengeist; wohl geknetet mit der Hand alles tüchtig durchein …
von Robert Eduard Prutz (1816-1872) Wie sonst zu frohem Weihnachtsfeste Das Haus von Lichtern sich erhellt, Da tönt Gesang, da jubeln Gäste, Da jauchzt die selge Kinderwelt, Die Kinderwelt, die, gleich den Dichtern, Den Himmel noch im Herzen führt Und noch an …
von Ernst von Wildenbruch (1845-1909) Die Welt wird kalt, die Welt wird stumm, der Winter-Tod zieht schweigend um; er zieht das Leilach weiß und dicht der Erde übers Angesicht - Schlafe - schlafe Du breitgewölbte Erdenbrust, du Stätte aller Lebenslust, hast Du …
von Paula Dehmel (1862-1918) Ich bin der alte Weihnachtsmann, ich hab einen bunten Wunderpelz an mein Haar ist weiß von Reif und Eis. Ich komm weit hinter Hamburg her, mit langen Stiefeln durchs kalte Meer, meinen Mummelsack huckepack. Da sind viel gute Sachen …
von Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910) Die heiligen drei Könige des Elends Das unfruchtbare Eis, kalt, panzerglatt, Verhärtet Leben, das dem Tode dient, Der sich, der Farblose, mit ihm umschient - Das Eis, das keine Seele hat, Das unbewegte, allen Lebens Bann: …
von Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910) Ich kenn drei gute, deutsche Geselln Mit großen Händen und Beinen schnelln; Mit dicken Säcken auf breiten Buckeln Stampfen sie eilig durchs Land mit Gehuckel; Haben Eis im Bart Und grimmige Art, Aber Augen gar milde; Führ …
von Friedrich Rückert (1788-1866) Roland, der Ries', am Rathaus zu Bremen, steht er ein Standbild standhaft und wacht. Roland, der Ries', am Rathaus zu Bremen, männlich die Mark einst hütend die Macht. Roland, der Ries', am Rathaus zu Bremen, wollten ihm Welsc …
von Joachim Ringelnatz (1883-1934) Bremen Hier gelt ich nix, und würde gern was gelten, Denn diese Stadt ist echt, und echt ist selten. Reich ist die Stadt. Und schön ist ihre Haut. Sag einer mir: Welch Geist hat hier Die Sankt Ansgarikirche aufgebaut? Groß sc …
Im Hafen von Heinrich Heine (1797-1856) Glücklich der Mann, der den Hafen erreicht hat Und hinter sich ließ das Meer und die Stürme Und jetzo warm und ruhig sitzt Im guten Ratskeller zu Bremen. Wie doch die Welt so traulich und lieblich Im Römerglas sich wider …
von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) Edel sei der Mensch, Hilfreich und gut! Denn das allein Unterscheidet ihn Von allen Wesen, Die wir kennen. Heil den unbekannten Höhern Wesen, Die wir ahnen! Ihnen gleiche der Mensch! Sein Beispiel lehr uns Jene glaube …
von Gustav Falke (1853-1916) Lütt Aanteken, lütt Aanteken, weerst gistern noch int Ei un peddst mi hüt min Blömeken all mit din Föt entzwei. Lütt Aanteken, lütt Aanteken, de Blömeken hört mi, un dar de lütte Regenpütt, de Regenpütt hört di.